Speicherplatz und Leistung: So halten Sie Ihr iPhone fit

Mit dem neuen iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 10.3.1 hat Apple das Dateisystem überarbeitet und die Leistung der Geräte verbessert. Wenn der Speicherplatz knapp wird, kann deren Performance aber trotzdem noch beeinträchtigt werden. Was Benutzer tun können.

Energieschub: So halten Sie Ihr iPhone in Schuss.

Energieschub: So halten Sie Ihr iPhone in Schuss.

Anfang April hat Apple seinem Betriebssystem iOS ein Update auf Version 10.3.1 spendiert. Für die Benutzer hat sich dabei außer der neuen, in der Uhr integrierten Funktion "Schlafenszeit" augenscheinlich wenig geändert. Doch das stimmt nicht ganz. Mit der neuen Version wurde das bisher verwendete hierarchische Dateisystem (HFS) vom Apple File Systen (APFS) abgelöst.

Kurz gefasst spart das neue Dateisystem Speicherplatz und verbessert gleichzeitig die Performance der Geräte. Unter anderem, weil bei Updates oder Kopien vorhandener Daten keine neuen Dateien mehr angelegt werden, wie das bislang etwa bei der Installation von neuer App-Versionen der Fall war. Das ist besonders bei fehlgeschlagenen Downloads oder App-Installationen ein Vorteil, aber auch, wenn der in den Geräten vorhandene Zwischenspeicher (Cache) belegt ist.

So weit, so gut. iPhone-Benutzer können aber trotzdem noch einiges tun, um die Performance ihrer Geräte zu verbessern. Die meisten der folgenden Ratschläge gelten übrigens auch für ältere Geräte, bei denen kein Update auf iOS 10.3 mehr möglich ist.

Generell muss an dieser Stelle eine Warnung vor Fremd-Tools erfolgen, denn das Verwenden von Systemtools, die das iPhone öffnen, sodass man Zugriff auf dessen Speicher bekommt, ist mit Risiken verbunden. Das Löschen von Cache-Dateien kann das System jedoch von lästigem Ballast befreien.

Sind zum Beispiel nur noch einige hundert MB Speicherplatz frei kann eine größere App nicht installiert werden, weil nicht genug Speicherplatz vorhanden ist, dann kann die Suche nach Cache-Dateien sinnvoll sein. Das kann übrigens auch schon bei einem noch fast neuen Gerät nach wenigen Tagen der Fall sein.

Speichermangel bremst

Wenn nur noch wenige hundert MB Speicherplatz frei sind, kann dadurch das iOS-Device nämlich stark ausgebremst und in seiner Performance erheblich beeinträchtigt werden. Das kann jeder leicht feststellen, der etwa bei der Synchronisation mit iTunes die Option wählt, den freien Speicherplatz des Geräts automatisch mit Musik oder Videos zu befüllen.

Der erste Rat ist daher, dieses Häkchen konsequent nicht zu setzen, denn sonst kann man schon beim nächsten Aufruf einer Website in die Bredouille kommen, ganz zu schweigen vom Download einer App. Auch beim Fotografieren, beziehungsweise beim Empfang von Fotos oder Videos fehlt der Speicherplatz.

iOS 10 reagiert bei zu wenig Speicher mit Warnungen und gibt Platzspar-Tipps. Der einfachste Weg zu mehr Speicherplatz führt aber zumeist ohnehin über das Löschen nicht mehr verwendeter Apps. Wobei man als iPhone-Benutzer nicht fürchten muss, dass man dadurch eine gekaufte App verliert. Eine einmal bezahlte App kann über den iTunes Store jederzeit wieder neu installiert werden, ohne dass man erneut zur Kasse gebeten wird. Das gilt übrigens auch für andere bei iTunes gekaufte Daten wie Musik, Videos oder Bücher.

Wer außerdem den Foto- und Videoschatz mehrerer Jahre auf seinem Smartphone gespeichert hat, sollte doch einmal die Option ziehen, diese Dateien zumindest teilweise entweder auf einen Speicherplatz am eigenen Computer bzw. Laptop zu übertragen oder die Dateien in einen Cloud-Speicher zu übertragen.

Cloud-Speicherdienste

iCloud. Standardmäßig bietet Apple die Möglichkeit, Medien in die iCloud auszulagern. Pro Benutzer (gemessen an der Apple ID) stehen dort fünf GB kostenloser Speicherplatz zur Verfügung. Gerade bei der Verwendung mehrerer Geräte (z.B. iPhone und iPad) ist dieser inkludierte Speicher nicht wirklich üppig bemessen. in der iCloud gespeicherte Dateien können durch die Eingabe der Apple iD und des Passworts auch über PCs oder Smart-TVs aufgerufen werden. Wer mehr Speicher benötigt, kann zusätzlichen Speicherplatz kaufen. Monatlich stellt Apple in diesem Fall für 50 GB 0,99 €, für 200 GB 2,99 €, für 1 TB 9,99 € und für 2 TB 19,99 € in Rechnung. https://www.icloud.com/

Flickr.Günstiger ist es, andere bzw. weitere Cloud-Dienste zu verwenden. Die zu Yahoo gehörende Foto- und Videoplattform Flickr bietet zum Beispiel 1 TB, also 1000 GB, kostenlosen Speicherplatz. Mit Hilfe der automatischen Upload-Funktion, die in der Flickr-App am iPhone aktiviert werden kann, werden Fotos automatisch in den eigenen Flickr-Account hochgeladen. Als Benutzer kann man dabei auswählen, ob die Übertragung nur über WLAN-Verbindungen oder auch über das Mobilfunknetz erfolgen soll. Vom "Auto-Uploadr" auf Flickr hochgeladene Fotos bleiben außerdem so lange privat, bis man sie aktiv teilt. Auch Flickr eignet sich bestens für Foto-Vorführungen am Computer- oder Smart-TV-Schirm.https://www.flickr.com

Dropbox. Eine weitere Option ist, Bilder in einen Dropbox-Account hochzuladen. Die Online-Speicherplattform bietet Benutzern bei einer Registrierung zwei GB kostenlosen Speicherplatz. Wer die App auch am Smartphone aktiviert, bekommt 250 MB oben drauf und wer andere dazu einlädt, Dropbox ebenfalls zu verwenden, erhält pro akzeptierter Einladung nochmals 500 MB zusätzlichen Speicherplatz. Bis zu 16 GB kostenlosen Speicher kann man sich auf diesem Weg dazuverdienen. In Summe kann man also bei Dropbox bis zu 18,25 GB kostenlosen Speicher haben. Wer mehr Speicherplatz benötigt muss zahlen. 1 TB Speicherplatz kostet bei Dropbox 8,25 Euro monatlich. https://www.dropbox.com

Google Drive. Selbst der von Google angebotene Cloud-Speicherdienst Google Drive kann vom iPhone aus über eine entsprechende App genutzt werden. Zum Start erhält man dabei 15 GB kostenlosen Speicher, Upgrades auf 100 GB kosten 1,99 € monatlich, auf 1 TB 9,99 € monatlich und auf 10 TB 99,99 € monatlich.https://www.google.com

Performance verbessern

Mit einem Trick können iPhone-Benutzer die in iOS10 integrierte Systembereinigung anstoßen und so die Leistung ihres Geräts verbessern. Dazu muss man eine Datei, zum Beispiel ein Video, aus iTunes herunterladen, die größer als der am Gerät vorhandene freie Speicherplatz ist. In dem Fall greifen die Systemtools. iOS versucht vor dem Download Platz zu schaffen. Dabei werden Daten, die das Gerät nicht benötigt - wie eben temporäre Dateien einzelner Apps und Vorschaudateien entfernt.

Weitere Leistungsverbesserungen können erreicht werden, wenn man Komfortdienste des Geräts deaktiviert. Dazu gehören:

  • Suchvorschläge: Spotlightvorschläge und Suchmaschinenvorschläge belasten Prozessor Speicher, da sowohl das iOS-Gerät und das World Wide Web durchsucht werden.
  • Cloud Synchronisation: Die Synchronisationseinstellungen am beten so definieren, dass nur Inhalte abgeglichen werden, für die die iCloud auch genutzt wird.
  • Hintergrundaktualisierungen: Hintergrundaktualisierungen reduzieren zwar Ladezeiten, belasten aber den Prozessor und den Akku. Und wenn die Option aktiviert ist, dass sie auch über das Mobilfunknetz laufen können, belasten sie auch das in Verträgen enthaltene Datenvolumen und können so zu einer Kostenfalle werden. Updates installierter Apps können mehrere hundert MB groß sein. Daraus resultierende Probleme kann man leicht vermeiden, indem man die Hintergrundaktualisierungen deaktiviert.
  • Siri: Auch die Sprachunterstützung Siri belastet das System. Wer sie nicht verwendet, sollte sie in den Geräteeinstellungen deaktivieren.
  • Transparenzen: Ein zu Lasten der Akku- und Prozessorleistung erkaufter optischer Aufputz sind die transparenten Darstellungen am iPhone-Bildschirm, die in Echtzeit berechnet werden. Durch die Erhöhung des Kontrasts werden sie deaktiviert.
  • Bluetooth, Mitteilungen & Co: Generell gilt: Was Sie nicht verwenden, sollten Sie am besten gar nicht aktivieren. Ihr Akku wird es ihnen danken. In den Geräteeinstellungen finden Sie die Möglichkeit, die verschiedenen Dienste und zu aktivieren oder zu deaktivieren bzw. deren Funktionsumfang zu bestimmen.
Stefan Bergsmann, Geschäftsführer von Horváth & Partners Österreich

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