Siri, bitte übernehmen: Apple präsentiert das neue iOS 10

Im Herbst, wohl gleichzeitig zum Produktstart des iPhone 7, bringt Apple die neue Version 10 seines iPhone- und iPad Betriebssystems iOS. In der Firmenzentrale in Cupertino hat Apple nun eine erste Vorschau auf das neue Betriebssystem gegeben. Die wichtigsten Funktionen.

Siri, bitte übernehmen: Apple präsentiert das neue iOS 10

Im Herbst, rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft, bringt Apple traditionsgemäß neue Versionen seiner mobilen Geräte, dem iPhone und dem iPad in den Handel. Man darf davon ausgehen, dass das auch im Jahr 2016 der Fall sein wird und im September, spätestens im Oktober ein neues iPhone - der Nomenklautura folgend wäre es das iPhone 7 - und neue iPads vorgestellt werden.

Wie die neuen Geräte aussehen und was diese können werden, darüber hüllt sich Apple vorerst noch in Schweigen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die neuen Möglichkeiten der nächsten Generation der mobilen Devices gibt aber das nun erstmals offiziell vorgestellte neue Betriebssystem iOS 10, das "im Herbst", also mit den Geräten, veröffentlicht wird. Wie bei jedem Major Release gibt es wieder eine Geräte-Generation, mir mit diesem Update nicht mehr aktualisiert werden können. Diesmal trifft es die iPhones der Generation 4 und die iPads älter als Generation 4. Die Software wird, so Apple, als kostenloses Update für iPhone 5 und neuer, sämtliche iPad Air- und iPad Pro-Modelle, iPad 4. Generation, iPad mini 2 und neuer und iPod touch 6 verfügbar sein.

Offene Plattform

Im Kern wird bei iOS 10 vieles gleich bleiben, Apple geht nun aber einen Schritt weiter und öffnet wichtige Dienste und exklusive Funktionen für eine Nutzung durch Partner - aber auch Wettbewerber. Große Schritte macht Apple dabei bei der Sprachsteuerung Siri, bei der Karten-App Maps und bei der zentralen iOS-Nachrichten-App.

Besonders interessant scheint dabei der Schritt, Siri für App-Entwickler zu öffnen. Daraus entsteht die Möglichkeit, dass die Smartphones eines Tages komplett per Sprachsteuerung bedient werden können. Eine große Zukunft könnte das Smartphone dadurch etwa als integrativer Bestandteil für native Apps von Autoherstellern bekommen. Vorstellbar ist es etwa, dass die Klimaanlage oder das Radio eines Autos über die Sprachfunktion eines Apple-Geräts gesteuert wird. Und Siri soll auch im Wohnzimmer Einzug halten: Die Sprachsteuerung wird zum Bestandteil von Apple TV.

"Apps sind die Zukunft des Fernsehens und Siri auf Apple TV hat die Art und Weise, wie wir mit unserem Fernseher interagieren, verändert. Diese erweiterten Funktionen werden zukünftig den Zuschauern noch schneller liefern, was sie sehen wollen", sagte Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software und Services von Apple bei der Präsentation. "Es gibt mehr als 6.000 Apps, die man auf Apple TV genießen kann, darunter über 1.300 Videokanäle, die mit den neuen Siri-Funktionen in Kombination mit Single Sign-on für noch mehr Spaß beim Fernsehen sorgen."

Kartenspiele

Auch die Öffnung der Karten-App bietet Entwicklern neue Möglichkeiten, ihre Angebote in das Smartpone zu integrieren. Vorstellbar ist es etwa, dass Uber-Kunden verfügbare Fahrzeuge in Apple Maps angezeigt werden und direkt in dieser gebucht werden können - falls gewünscht auch per Sprachsteuerung.

Für Apple bedeutet dieser Schritt einen erheblichen Kulturwandel. Seit der Vorstellung des ersten Apple Macintosh im Jahr 1984 hatte das Unternehmen vor allem auf Systeme aus Hardware-Komponenten und Programmen gesetzt, die im Zweifelsfall von Apple selbst kommen. Entwickler von Drittprogrammen konnten sich auf Apple-Systemen bisher oft nur in eng abgesteckten Grenzen bewegen. Nun werden aus Funktionen, die in der Vergangenheit exklusiv für Apple-Apps zur Verfügung standen, umfassende Software-Plattformen, für die Programme geschrieben werden können.

Emojis, Sticker und Animes

Eine ähnliche Tragweite dürfte die Öffnung der Nachrichten-App und damit auch von iMessage haben. Nun können auch Drittanbieter Animationen, Gif-Filmchen, Sticker und Emojis dafür erstellen. Das ist nicht nur für Risen wie Facebook interessant. Man erinnere sich an die zahlreichen Untenehmen, die schon in der Prä-Smartphone-Zeit mit Hintergrundbildern, SMS- und MMS-Icons viel Geld verdient haben. Der asiatische Mitteilungsdienst Line hat etwa im vergangenen Jahr täglich fast 400 Millionen Smartphone-Sticker verkauft und damit im Jahr 2015 sage und schreibe 268 Millionen Dollar umgesetzt.

Besucher der Keynote, die eine Ankündigung neuer Apple-Hardware erwartet hatten, wurden enttäuscht. Sie müssen eben noch bis in den Spätsommer warten. Dafür wurden auch Software-Verbesserungen für die Apple Watch vorgestellt. So sollen Anwendungen für die Apple Watch mit dem System watchOS 3 künftig siebenmal schneller starten als bisher. Außerdem wird die Smartwatch von Apple als Fitnesstracker noch einmal aufgewertet.

Ob Apple mit der Summe seiner überzeugend wirkenden Updates und Weiterentwicklungen wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann, bleibt abzuwarten. Mit den neuen Diensten eröffnet jedenfalls die Chance, neue Umsatzströme zum Fließen zu bringen und den Bezahldienst Apple Pay zu pushen. Außerdem will Apple mit seinen Vorstellungen zum Datenschutz punkten. Man wird sehen. Im Herbst.

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