Silicon Austria Labs will in Linz Spitzenforschung für 6G machen

Der Mobilfunkstandard 5G bekommt gerade Marktreife. Silicon Austria Labs (SAL) forciert die Forschung bereits zur nächsten Mobilfunkgeneration 6G und zur vernetzten Fabrik. Linz soll 6G-Top-Forschungsstandort in Europa werden.

Silicon Austria Labs will in Linz Spitzenforschung für 6G machen

Linz/Wien. Die Forschungsgesellschaft Silicon Austria Labs (SAL) mit Sitz in Linz, Graz und Villach erhöht die Schlagzahl bei der Forschung der nächsten Mobilfunkgeneration 6G. Das besondere Merkmal bei 6G wird erstmals der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz für die Signalverarbeitung in den Hochfrequenzsystemen sein. Damit sollen Komplexität, Kosten und Energieverbrauch heutiger elektronikbasierter Systeme verringert werden, teilt das Forschungsunternehmen SAL mit.

Anfang März hat SAL erst eine Forschungskooperation mit der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz bekanntgegeben. Dabei sollen Schlüsseltechnologien für die drahtlos vernetzte Fabrik der Zukunft entwickelt werden. Die Forscher haben sich die Messlatte hoch gelegt: Linz soll zum EU-Topstandort für 6G-Forschung für industrielle Anwendungen werden.

Vor zwei Jahren hat SAL die 6G-Forschung aufgenommen. Neben der jüngsten Kooperation mit der JKU Linz gibt es bereits Kooperationen mit der TU Graz und der Universität Klagenfurt. Profitieren soll davon vor allem die heimische Industrie.

Nicht nur Kooperationen, auch beim Personal wird aufgestockt. Verstärkung holte sich die Forschungsgesellschaft SAL nun mit Pedro Julián. Der aus Argentinien stammende Wissenschaftler leitet bei SAL künftig den Bereich „Embedded Artificial Intelligence“ am Standort Linz.

Funkwellen aus Linz: Neuzugang Pedro Julián aus Argentinien wird bei SAL die 6G-Forschung rund um die "Vernetzte Fabrik" gemeinsam mit Thomas Lüftner SAL-CTO anschieben.

Julián beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Umsetzung von Neuronalen Netzen in digitaler Hardware („Neuromorphic Computing“). An der University of California Berkeley und der Johns Hopkins University im US-Bundesstaat Maryland war er zuletzt tätig, an letzterer ist er nach wie vor Gast-Professor. Vor seiner Tätigkeit bei SAL hatte der gebürtige Argentinier eine Professur an der Universität National Del Sur in seinem Heimatland inne.

„Mit Pedro Julián konnten wir einen renommierten Professor für unsere zukunftsorientierten Forschungsthemen begeistern“, freut sich Thomas Lüftner, CTO und Leiter der Forschungsbereiche RF Systems und Embedded Systems bei SAL, über den Neuzugang. „Ich bin überzeugt, dass Professor Julián mit seinem außergewöhnlich diversen Team von Forscher*innen aus vier verschiedenen Kontinenten und unterschiedlichen Disziplinen unsere 6G-Forschung auf ein neues Level bringen wird. Davon profitieren vor allem unsere Partner aus der Industrie, mit denen wir in unterschiedlichen Projekten zusammenarbeiten.

Der staatliche Fußabdruck

Silicon Labs ist eine Forschungsgesellschaft mit mehrheitlicher Beteiligung des Bundes. Die Republik Österreich hält 50,1 Prozent der Anteile (über das BM für Verkehr, Innovation und Technologie. Weitere Gesellschafter sind der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) (24,95 Prozent), das Land Kärnten(10 Prozent) Prozent), Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft m.b.H. (10 Prozent) sowie Upper Austrian Research GmbH (4,95 Prozent).

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