Brennender Akku im Galaxy Note 7: Die Hintergründe

Brennender Akku im Galaxy Note 7: Die Hintergründe

Mit seinem gewohnt trockenen Humor wirbt Christop Waltz für das Galaxy Note 7 - den Produktmanagern bei Samsung dürfte das Lachen vergangen sein.

Vor einer Woche stoppte Samsung den Verkauf seines Smartphones Galaxy Note 7, da der Akku in manchen Fällen Feuer fangen kann. Nun haben auch Airlines die Verwendung des Geräts an Bord verboten, die Aktie gibt deutlich nach. Dabei hatte man doch so einen schönen Werbespot mit Christoph Waltz in der Hauptrolle gedreht.

Eine Woche nachdem Samsung einen Verkaufsstopp und Rückruf für sein Smartphone Galaxy Note 7 ausgesprochen hatte, scheinen die Hiobsbotschaften rund um das Gerät nicht abzureißen. An der Südkoreanischen Börse schloss die Aktie in der Nacht auf 9. September mit einem Minus von 3,90 Prozent bei 1.575.000 Koreanischen Won, der schlechteste Wert seit Mitte August. Dem Kurseinbruch vorausgegangenen war die Nachricht, dass nun die US-amerikanische Luftverkehrsaufsicht explizit davor warnt, das Galaxy Note 7 an Bord von Flugzeugen zu verwenden. Australische Airlines gehen sogar noch einen Schritt weiter: Quantas, seine Billigflieger-Tochter Jetstar und Virgin Austalia haben angekündigt, dass das Smartphone an Bord ihrer Flugzeuge schlichtweg nicht mehr genutzt werden darf. Wenige Tage zuvor sorgte die Meldung für Aufsehen, dass ein explodierendes Galaxy Note 7 in einem Hotelzimmer 1300 Euro Schaden verursacht haben soll.

Am 1. September hatte Samsung noch verkündet, dass es zu nur 35 Schadensfällen gekommen sei, davon 17 in Korea, 17 in den USA und einer in Taiwan. "Wir erwarten nicht, dass die Zahl der Schadensfälle wächst", hieß es damals auf der Website von Samsung UK. Dort wird auch erklärt, was der technische Hintergrund des Defekts ist: Es kommt zu einer Überhitzung des Akkus, wenn Anode und Kathode durch einen "sehr seltenen Produktionsfehler" miteinander in Kontakt kommen. Der Fehler liege nicht am Gerät selbst, sondern am Akku, betont das Unternehmen.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde das Galaxy Note 7 zwei Wochen lang in mehreren Ländern verkauft, rund 2,5 Millionen Geräte müssen umgetauscht werden. Preislich liegt das Gerät in der Oberliga - laut Preisvergleichsplattform geizhals.at kostet es in Österreich ab 848 Euro aufwärts. Zur Bewerbung des High-End-Produkts hatten die Koreaner auch tief in die Marketing-Kassa gegriffen: Unter anderem wurde der untenstehende Werbespot mit dem österreichischen Hollywoodstar Christoph Waltz gedreht. "Unsere mobilen Geräte sollen es ermöglichen, Träume zu verwirklichen - unabhängig davon, wo man ist, wo man herkommt und wo man hingeht", heißt es zum Werbespot in einer Presseaussendung. Eines ist klar: Zumindest auf die Verwendung in australischen Flugzeugen trifft dieses Versprechen nun nicht mehr zu.

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