Remote-Work: Mitarbeiter und Chefs wollen etwas anderes

Viele Unternehmen holen ihre Mitarbeiter verstärkt wieder ins Büro zurück. Doch wie viel der Arbeitszeit wollen Mitarbeiter und Führungskräfte wirklich im Büro oder im Homeoffice verbringen? Eine Umfrage ergab große Unterschiede, auch zwischen Branchen.

Remote-Work: Mitarbeiter und Chefs wollen etwas anderes

Die Zahl der Geimpften steigt und viele Firmen gehen nun dazu über, ihre Mitarbeiter wieder physisch stärker wieder an das Büro zu binden. Doch was wollen Mitarbeiter und Vorgesetzte aber wirklich. Der Bundesverband digitalen Wirtschaft (BVDW) hat nun eine Umfrage unter 1.070 Beschäftigten abseits der Digitalwirtschaft und 218 Beschäftigte in dieser Branche.

Die Ansichten, ob und wie viel der Arbeitszeit künftig im Büro oder Remote verbracht werden sollten könnten unterschiedlicher nicht sein.
Beim Vergleich der beiden Befragungen ist ein Unterschied bei der Wahl des bevorzugten Arbeitsplatzes zwischen digitaler und „klassischer“ Wirtschaft zu erkennen:

So wollen in den klassischen Wirtschaftszweigen 25 Prozent der befragten Mitarbeiter wieder zum bisherigen Präsenz-Modell zurückkehren. Bei jenen, die in der Digitalwirtschaft arbeiten, sind es lediglich drei Prozent. Der überwiegende Teil aller befragten Mitarbeiter will jedoch ein flexibles Modell. 53 Prozent sind es bei traditionellen Branchen und 70 Prozent der Befragten aus der Digitalwirtschaft.


Es wird also kein Zurück zur alten Normalität geben

Beim flexiblen Modell entscheiden Arbeitnehmer selbst, wo sie über welchen Zeitraum arbeiten: Von 100 Prozent Homeoffice bis zu 100 Prozent Präsenzzeit im Büro ist alles möglich. „Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Arbeitnehmer der digitalen Wirtschaft künftig flexibler arbeiten möchten. Es wird also kein Zurück zur alten Normalität vor der Pandemie geben“, sagt Marcus Merheim, stellvertretender Vorsitzender Bundesverband Digitale Wirtschaft-Ressorts „Arbeitswelt der Zukunft“, aus.

Kaum jemand aus der Digitalbranche will 100 Prozent Büro

Dieser Unterschied zeigt sich auch bei den aktuellen Plänen der Führungskräfte: Circa 40 Prozent der Befragten geben an, dass sie nach der Pandemie zu einem Präsenz-Modell zurückkehren werden, während es bei den befragten Führungskräften der Digitalbranche nur sieben Prozent sind.

Führungskräfte der Digitalwirtschaft planen überwiegend ein hybrides Modell einzurichten (70 %). Beim hybriden Modell können Arbeitnehmer in einem festgelegten Rahmen, der in Abhängigkeit von der Aufgabe im Unternehmen variieren kann, einen Teil ihrer Arbeit mobil verrichten. Die Anzahl der Präsenztage und -stunden im Büro ist ebenfalls vorgegeben.

Mitarbeiter der Digitalbranche (46 %) würden am liebsten zwei Tage in der Woche im Büro arbeiten, in der nicht-digitalen Wirtschaft sind es 26 Prozent. Dies ist bei den Befragten die bevorzugte Variante, die am häufigsten genannt wird.

Führungskräfte wollen bis zu fünf Tage ins Büro

Die Mehrheit der Führungskräfte (63 %) möchte pro Woche für drei bis fünf Tage ins Büro zurückkehren. Manager der Digitalbranche geben hingegen 86 Prozent der Führungskräfte an, drei Tage oder weniger im Büro präsent sein zu wollen.

In der digitalen Branche ist flexibles Arbeiten bereits zum Alltag geworden, auch dort, wo es vor der Pandemie noch nicht üblich war. Mehr als 70 Prozent der Mitarbeiter dieser Branche sind nun zufriedener mit ihrer Arbeitssituation als vor der Pandemie. „Flexible Arbeitszeitmodelle haben also enormes Potenzial, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern“, so Anna Kaiser vom Verband der Digitalwirtschaft. Gleichzeitig wirft die Remote-Arbeit auch die Frage nach der ständigen Erreichbarkeit auf. 88 Prozent der Mitarbeitenden der Branche halten eine Regelung für sinnvoll. Bei den Führungskräften spricht sich hingegen nur die Hälfte (51 %) dafür aus.

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