Pokemon bringt Nintendo ein schönes Weihnachtsgeschenk

Der japanische Computerspiel-Spezialist Nintendo hat mit Pokemon einen kräftigen Profitbringer: der Unter dem Strich wurde über eine halbe Milliarde Euro eingespielt. Sorgen macht dem Konzern die Video-Spielkonsole Wii U, die weit weniger Anklang findet.

Pokemon bringt Nintendo ein schönes Weihnachtsgeschenk

Digitale Schnitzeljagd via Smartphone: Pokemon erfüllt die Wünsche der Nutzer und vor allem der Nintendo-Aktionäre.

Tokio. Nintendo hat mit Hilfe der populären "Pokemon"-Monster im Weihnachtsgeschäft einen deutlichen Gewinn eingefahren. Der japanische Spiele-Spezialist verdiente unterm Strich 64,67 Mrd. Yen (gut 531 Mio. Euro), mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Der Umsatz sank unterdessen um ein Fünftel auf gut 174 Mrd. Yen.

Die frischen Spiel-Versionen "Pokemon Sun" und "Pokemon Moon" für Nintendos mobile Konsole 3DS seien 14,7 Millionen Mal gekauft worden, teilte Nintendo am Dienstag mit. Das schob auch die Verkäufe der 3DS-Konsole an, von der rund 3,74 Millionen Geräte erworben wurden. Der 3DS macht die Smartphone-Konkurrenz zu schaffen. Nintendo versucht deshalb inzwischen selbst im Geschäft mit Smartphone-Games Fuß zu fassen. Der hauseigene Erstling "Super Mario Run" sei in den ersten vier Tagen 40 Millionen Mal heruntergeladen worden, hieß es.

Von der glücklosen Konsole Wii U wurden zu Weihnachten aber nur 200.000 Geräte verkauft. Im März bringt Nintendo das Nachfolge-Modell Switch auf den Markt, mit dem man sowohl zuhause als auch unterwegs spielen kann.

Bei der Prognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr senkte Nintendo nach dem Weihnachtsquartal die Erwartungen für das operative Ergebnis von 30 auf 20 Mrd. Yen. Zugleich rechnet Nintendo aber unter anderem dank der aktuellen Yen-Schwäche unterm Strich mit einem Gewinn von 90 Mrd. Yen statt der zuvor erwarteten 50 Milliarden.

Thomas Haller ist Managing Partner der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners.

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