Österreicher kaufen online kaum bei heimischen Onlineshops

Österreicher kaufen online kaum bei heimischen Onlineshops

Rein österreichische Onlineshops machen nur 8 Prozent der Onlineumsätze der aus. Amazon allein kommt auf 11 Prozent der Umsätze und ist somit bei österreichischen Konsumenten die Nummer 1.

Wien. Die Österreicher kaufen gerne und viel online ein, allerdings nicht bei heimischen Onlineshops. Nur rund 8 Prozent aller Onlineumsätze fließen rein österreichischen Onlineshops zu, ermittelte RegioData. Mehr als die Hälfte (64 Prozent) geht ins Ausland zu Amazon, Zalando & Co. Allein Amazon heimst 11,3 Prozent aller Onlineumsätze ein.

Ein nicht unerheblicher Anteil von 28 Prozent fließt Firmen zu, die zwar eine Österreich-Niederlassung haben, aber in ausländischer Hand sind - wie etwa Eduscho, Media Markt, Otto oder Obi. Die Gesamtzahl aller Onlineumsätze in Österreich wird mit 8,02 Mrd. Euro (inklusive Umsatzsteuer) beziffert. Dienstleistungen wie Online-Reisebüros oder Essenszustellungen sind nicht mitberechnet.

Der erste rein österreichische Onlineanbieter mit Unternehmenszentrale in Österreich befindet sich im Ranking von RegioData mit dem Elektronikhändler e-tec electronic erst auf Platz 7. Reine "Österreicher" sind auch electronic4you (Rang 8), 0815 Online Handel (Rang 12), XXXLutz (Rang 21), Lemon Technologies (Rang 24), Interspar (Rang 26) und Steiner Shopping (Rang 27).

Erste Adresse beim Onlineshopping ist Amazon. Auf Platz 2 folgt mit Unito (Otto, Universal, Quelle usw.) ein Unternehmen mit österreichischer Beteiligung. Unito gehört zwar zur deutschen Otto-Gruppe, hat aber in Graz und Salzburg Niederlassungen. Dahinter liegen Zalando, Media Markt/Saturn, H&M und Apple.

In fast allen Branchen wird das Onlineangebot für die österreichischen Kunden durch ausländische Anbieter dominiert. Lediglich bei Möbeln (XXXLutz, Möbelix), im Baumarktbereich (Obi) und im Lebensmittelhandel (Interspar, M-Preis, Unimarkt) erreichen Onlineshops mit österreichischer Beteiligung einen Anteil von insgesamt mehr als 50 Prozent.

Allerdings sind die Onlineanteile dieser Branchen vergleichsweise gering. "Bei den besonders onlineaffinen Branchen mit hohen Umsatzvolumina wie Bekleidung, Elektro oder Schuhe spielen rein österreichische Onlineshops keine maßgebliche Rolle", so RegioData.

Digital

Der Weg zum digitalen Erfolg

Kommentar
Igor Radisic

Management Commentary

Cyberterrorismus: Wo Hacker am liebsten zuschlagen

Karrieren

Empowering Agile Konferenz: Gratis-Tickets für trend-Leser

Wirtschaft

Huawei: "Wir werden von den USA politisch verfolgt"