Nokia zückt wieder einmal den Rotstift

Nokia zückt wieder einmal den Rotstift

Nokia baut sich einmal wieder selbst um und ab.

Im Zuge der Übernahme von Alcatel-Lucent unter das Dach von Nokia werden tausende Jobs gestrichen. Die Nummer 1 aus dem hohen Norden will den ersten Schritt zur Verschlankung vollziehen.

Espoo. Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia setzt nach der Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent ein massives Sparprogramm mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze in Gang. So sollen in Deutschland bis 2018 rund 1400 von derzeit 4800 Stellen gestrichen werden und in Finnland 1300 von 6850 Stellen, wie Nokia am Mittwoch mitteilte. Doch damit dürfte der Rotstift noch nicht eingepackt werden. In Frankreich sollen 400 Beschäftigte abgebaut werden, gleichzeitig will Nokia in Forschung nachrüsten und 500 neue Jobs schaffen. Über den Stellenabbau soll laut Nokia in fast 30 Ländern verhandelt werden.

Die Betriebskosten sollen bis Ende 2018 um 900 Millionen Euro gedrückt werden. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sollen weltweit 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Nokia hat Niederlassungen in 140 Ländern und beschäftigt mehr als 110.000 Mitarbeiter - 52.400 kamen im Vorjahr von Alcatel-Lucent dazu..

"Deutschland bleibt ein strategisch wichtiges Land für Nokia", sagte der seit sechs Wochen amtierende Landeschef Wilhelm Dresselhaus. Deshalb werde das Geschäft hierzulande neu auf Zukunftsthemen wie etwa den nächsten Mobilfunkstandard 5G und Cloud Computing ausgerichtet. Der Konzern habe ein Programm aufgesetzt, das Mitarbeitern helfen solle, außerhalb oder innerhalb von Nokia einen neuen Job zu finden.

Die Wettbewerbsbehörden der EU, Frankreichs und Finnlands hatten den 15,6 Milliarden Euro schweren Deal bereits im vergangenen Jahr genehmigt. Nokia ist somit mit einem Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro die Nummer 1 der Telekomausrüster, bei denen die Telekom- und Internet-Konzerne die Technik für ihre Netze einkaufen. Auf rang zwei folgt Ericsson aus Schweden vor Huawei und ZTE aus China. Die Branche ist zuletzt geprägt von einem beinharten Verdrängungswettkampf. Beim Ausbau und der Nachrüstung der jüngsten Netztechnologie LTE bieten sich die Telekomausrüster zum teil einen beinharten Schlagabtausch bei der Preisgestaltung.

Die Netzausrüster erhoffen sich von der nächsten Mobilfunkgeneration 5G neue Impulse, was allerdings noch Zukunftsmusik ist.

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