Neue Ideenschmiede für leistungsfähige Chips aus Villach

Halbleiterkonzern Infineon erweitert in Österreich seine Forschungsaktivitäten. Ein neues Kompetenzzentrum soll sich mit der nächsten Generation von Energiesparchips befassen. 35 Millionen Euro werden investiert. Die neue Halbleiter-Technologie soll in der Industrieelektronik, Elektromobilität und bei der erneuerbaren Energieerzeugung zu Einsatz kommen.

Neue Ideenschmiede für leistungsfähige Chips aus Villach

Bei Ladestationen für Elektroautos will Infineon künftig als Chip-Lieferant andocken. Mittels neuer Chiptechnologie aus Villach sollen deutlich schnellere Ladezeiten erzielt werden.

Villach. Der Münchner Halbleiter-Konzern Infineon will als Top-Player der Chipindustrie neue Chips für "robuste, noch effizientere und leistungsstärkere Produkte aus neuen Halbleitermaterialien" bauen. Die österreichische Tochter Infineon Austria bekommt dabei ein neues Kompetenzzentrum. In Villach sollen 30 zusätzliche, höchstqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung, Technologieentwicklung sowie im Produktmanagement geschaffen werden.

35 Millionen Euro hat der Chiphersteller dafür als Erstinvestition für das neue Kompetenzzentrum in Villach reserviert.

Das Produktportfolio soll auf Basis der Siliziumkarbid-Technologie erweitert werden. Die Technologie gilt als wesentliches neues Halbleitermaterial für Energiesparchips. Infineon will damit seine Postion unter anderem in den Bereichen Industrieelektronik, Elektromobilität und erneuerbarer Energieerzeugung stärken, wo die Nachfrage zuletzt massiv angestiegen ist. Die Energieverluste sollen mit der neuen Technologie um 80 Prozent vermindert werden.

„Wir sind überzeugt, dass die Siliziumkarbid MOSFET-Technologie gerade am Wendepunkt steht und kurz- und mittelfristig enormes Wachstumspotential hat“,
sagt Peter Wawer, Division-Präsident Industrial Power Control von Infineon. „Wir wollen in diesem Bereich eine globale Führungsrolle einnehmen und starten daher ein Investitionsprogramm, um unser Portfolio von Siliziumkarbid-Produkten in den Infineon-Divisionen Industrial Power Control, Automotive sowie Power Management & Multimarket offensiv zu erweitern."

Das Investitionspaket umfasst die Weiterentwicklung von Halbleiter-Prozesstechnologien, modernste Fertigungsanlagen sowie die Erweiterung von bestehender Produktionsinfrastruktur in Villach. Der Villacher Kompetenzzentrum wird demnach für Infineon in der Entwicklung und Fertigung von Siliziumkarbid-Halbleitern "eine Schlüsselposition" einnehmen.

Thomas Haller ist Managing Partner der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners.

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