myIDsafe: österreichische Log-in Allianz geht an den Start

myIDsafe: österreichische Log-in Allianz geht an den Start

myIDsafe: Österreichische Unternehmen basteln an einer Alternative zu Google- und Facebook-Logins.

Sich dem Facebook- oder Google-Konto auf Websites Dritter einzuloggen ist praktisch und weit verbreitet. Und spielt den großen Netzwerken immer mehr Daten in die Hände. Im Rahmen der Log-in Allianz wollen österreichische Unternehmen mit myIDsafe dazu eine Alternative schaffen.

Internet-User sind oft scheue Gesellen. Und Website-Betreiber haben es immer schwerer, die Besucher ihrer Websites dazu zu bringen, durch die Eingabe von Namen, E-Mail-Adressen und Passwörtern neue Benutzerkonten anzulegen. Immer mehr User kürzen den Prozess ab, indem sie sich stattdessen schnell und einfach mit ihren Facebook- oder Google-Konten einloggen und so ihre Identität verifizieren.

So praktisch das auch deshalb sein mag, weil man sich nicht zig verschiedene Passwörter merken muss: Wer diese Option nutzt sollte bedenken, dass damit auch Facebook oder Google erfahren, für welchen Dienst man sich registriert und dass man damit den Plattformen ein weiteres Puzzlestein der eigenen Identität preisgibt. Ein Puzzlestein, das sie in der Folge nutzen können, um weitere Produkte und Angebote zu entwickeln und dass die Benutzer mehr und mehr an sie bindet.

Eine Initiative österreichischer Unternehmen hat sich nun zum Ziel gesetzt, eine heimische Alternative zu den von Google, Facebook & Co dominierten Log-in-Welten zu entwickeln. Im Rahmen der österreichischen Log-in-Allianz und des Projekts "myIDsafe" hat ein Konsortium aus A1, Handelsverband Österreich, Notar-Treuhand-Bank, youniqx Identity AG, PSA Payment Services Austria GmbH, Raiffeisen Informatik, Raiffeisen Bank International, Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG sowie market-place Austria, ein Verbund der 15 relevantesten Medien, die Basis dafür geschaffen.

Nutzer behalten Kontrolle

Die Idee hinter "myIDsafe": Sowohl für Privatpersonen als auch für die Wirtschaft soll ein unabhängiges Angebot für eine persönliche digitale Identität entstehen, die mit den Verschlüsselungs-Mechanismen der Blockchain abgesichert ist..

Der Mensch wird dabei als souveräner Inhaber seiner eigenen digitalen Identität in den Mittelpunkt gestellt. Im Sinne der "Self-Sovereign Identity" unterliegen die Daten vollständig der Kontrolle ihrer Nutzer. Es gibt keine zentrale Instanz, die diese Daten verwaltet oder kontrolliert.

Die Log-in-Allianzpartner wollen so ein österreichisches, branchenübergreifendes und zugleich auch offenes Trust-Netzwerk gestalten, das gleichzeitig auch Wettbewerbsnachteile gegenüber den US-Netzwerken aus dem Weg räumt und eine sichere Infrastruktur für digitale Geschäftsprozesse zur Verfügung stellt.

Wirtschaft

Facebook-Cybergeld "Libra"rüttelt die Notenbanken auf

Dropbox CEO Drew Houston (Bildmitte mit Bart) feiert den Börsengang am 23. März 2019

Digital

Dropbox am Weg zum Full-Service-Anbieter

Die Diskutanten im Odeon Theater, Wien

trend Podcast - Wirtschaft zum Hören

trend.s in Finance Talk: Wie digital ist Österreich? [Podcast]

Digital

Branche im Umbruch: Wieso kein Unternehmen auf Content Services verzichten sollte