Mixed Reality: Treppenlift trifft Industrie 4.0

Robert Rosellen, Enterprise Commercial Lead bei Microsoft Österreich

Robert Rosellen, Enterprise Commercial Lead bei Microsoft Österreich

Maßgeschneiderte Lösungen für Kunden im großen Stil werden dank Digitalisierung stark vereinfacht. Wie das genau aussehen kann und wie man Mixed Reality Technologie und das Internet der Dinge für einen innovativen Vertriebsprozess und zufriedene Kunden einsetzen kann, zeigen thyssenkrupp Elevator und der Innovationsdienstleister Zühlke.

Alle mehrstöckigen Wohnungen und Häuser haben welche, sie sind für jeden Raum individuell geplant und werden zur Herausforderung, wenn man nicht mehr so gut zu Fuß ist: die Rede ist von Treppen. Ist die Mobilität eines Menschen bereits eingeschränkt, muss schnell ein Treppenlift her. Der Einbau ist aber in der Regel ein aufwändiges Verfahren: Zunächst muss die Treppe genauestens vermessen werden, dann folgt die Konfiguration. Letztlich muss der Kunde die Bestellung aufgeben, ohne die Treppe je im eigenen Heim gesehen zu haben. Bis zur Lieferung vergeht viel Zeit.

Das muss auch besser gehen, dachte sich thyssenkrupp Elevator – ein Unternehmen, dass für den wegweisenden Einsatz innovativer Technologien bereits bekannt ist. Gemeinsam mit Innovationsdienstleister Zühlke haben sie eine völlig neue Einsatzmöglichkeit der Microsoft HoloLens entwickelt und auf Basis des Internet der Dinge für ihre Geschäftszwecke nutzbar gemacht.

What you see is what you get – Dank Mixed Reality und Internet der Dinge

Die Kundenbetreuer von thyssenkrupp Elevator werden heute mit einer Microsoft HoloLens ausgestattet. Diese dient als Messinstrument, das Treppen aller Art direkt beim Kunden exakt vermessen kann – Kundenbetreuer sparen so rund eine Stunde Arbeitszeit. Anschließend wird der Treppenlift gemeinsam mit dem Kunden am Tablet konfiguriert und dank Mixed Reality als 3D-Hologramm direkt bei der jeweiligen Treppe eingeblendet. Der Kunde sieht das Endprodukt also bereits virtuell und kann so leichter eine Kaufentscheidung treffen.

Bestellt der Kunde den Treppenlift, werden die Daten über die Cloud unmittelbar an die Produktion gesendet. Dank Internet der Dinge ist die HoloLens nämlich direkt mit dem ERP-System bei thyssenkrupp Elevator verbunden. Der Kunde profitiert so wiederum von einer kürzeren Lieferzeit.

Durchdachte Digitalisierungsprojekte bringen unzählige Vorteile

Diese Lösung, die unter dem Namen „HoloLinc“ im Einsatz ist, ist die weltweit erste Industrie 4.0 Lösung für Mess- und Lieferprozesse. Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass durchdachte Digitalisierungsprojekte unzählige Vorteile für Kunden und Unternehmen bringen und dass Unternehmen heute die Chance haben, Einsatzmöglichkeiten für die eigenen Bedürfnisse zu erfinden.

Viele Unternehmen wissen heute teilweise noch nicht, wie moderne Technologien einzusetzen sind, um Abläufe und Prozesse zu optimieren. Fest steht: Der Einsatz von innovativen Technologien wie dem Internet der Dinge, der Cloud oder der Microsoft HoloLens bieten einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Daher lohnt sich immer wieder ein Blick auf digitale Vorreiter.

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