Mit digitaler Transformation die Welt verändern

Mit digitaler Transformation die Welt verändern

Daten und deren effiziente Analyse machen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens aus. Dank der industriellen Digitalisierung steigt die Geschwindigkeit bei Innovationen um ein Vielfaches.

Ein Mausklick, und der unzufriedene Kunde wechselt zu einem anderen Anbieter. Produzierende Unternehmen spüren den schärfer werdenden Wettbewerb, seit sich Kunden problemlos Alternativen suchen können. Die Antwort auf diese Herausforderung heißt: Ausrichtung von Prozessen, Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen an den Bedingungen einer vollständig vernetzten digitalen Welt.

Denn dank der Informationstechnologie lässt sich ein neuer, wesentlich verbesserter Kundennutzen generieren. Je mehr man weiß, desto besser kann man handeln - im Sinne des Kunden. Doch dazu müssen alle vorhandenen Daten ausgewertet, analysiert und zu Lösungen verarbeitet werden. Dabei hilft der Technologiekonzern Siemens.

Er steht seit 170 Jahren für technische Leistungsfähigkeit und Innovation. Nun hat er sich vorrangig der industriellen Digitalisierung verschrieben. "Mit unserer globalen Erfahrung in Elektrifizierung, Automatisierung und der industriellen Softwarekompetenz schaffen wir einen optimalen Nutzen für unsere Kunden, den kein Anderer so leistungsfähig abbilden kann", so Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

20 Milliarden vernetzte Geräte

Heute sind weltweit mehr als 20 Milliarden Geräte und Maschinen über das Internet verbunden - bis 2030 werden es rund eine halbe Billion sein. Siemens nimmt bei der Digitalisierung weiter Fahrt auf und hat als weltweit erstes Unternehmen 20 Zentren für digitale Kundenapplikationen in der Industrie eingerichtet. Jedes dieser "MindSphere Application Centers" für digitale Angebote ist auf eine bestimmte Branche spezialisiert und umfasst mehrere Standorte in verschiedenen Ländern. Dort entwickeln bereits heute rund 900 Softwareentwickler, Datenspezialisten und Ingenieure digitale Innovationen für Datenanalyse und maschinelles Lernen. Die Entwicklung der neuen Lösungen läuft auf dem offenen, cloudbasierten Betriebssystem für das Internet der Dinge (IoT). Um nahe am Kunden zu sein, verteilen sich die 20 Zentren auf rund 50 Standorte in 17 Ländern weltweit.

Auf MindSphere lassen sich industrielle Applikationen sowie digitale Services entwickeln und betreiben. So können beispielsweise die immensen Datenmengen, die eine Anlage erzeugt, schnell und effizient gesammelt, ausgewertet und genutzt werden -etwa, um die Leistung und Verfügbarkeit von Systemen zu verbessern. Die Technologie unterstützt zudem Kunden beim Auswerten und Nutzen ihrer Daten, um neuartige Einblicke zu erhalten. Ausfälle lassen sich prognostizieren und verhindern oder Rückschlüsse für das Produkt und dessen Fertigung ziehen. Ebenso kann der Nutzer völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln -etwa Betriebsstunden von Maschinen verkaufen und so weniger kapitalintensive Lösungen anbieten.

Siemens hat das IoT-Betriebssystem vor rund einem Jahr unternehmensweit ausgerollt. Derzeit sind rund eine Million Geräte und Systeme über MindSphere angeschlossen. Ende des Geschäftsjahres 2018 sollen es 1,25 Millionen sein.

Seit Januar ist MindSphere zudem auf Amazon Web Services verfügbar - damit kooperiert Siemens als weltweiter Marktführer in der industriellen Automatisierung mit der internationalen Nummer eins bei Cloudlösungen. "Wir treiben die Digitalisierung jetzt noch schneller voran", sagt Roland Busch, Chief Technology Officer bei Siemens: "Nun wollen wir mit unserem Branchenwissen die Lösungen skalieren und das Geschäft weiter verbreitern. Mit den MindSphere Application Centers unterstützen wir Kunden in aller Welt optimal auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter."

Gründe Industrie

Um die Geschwindigkeit bei Innovationen weiter zu steigern, hat Siemens die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) von rund 5,2 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017 auf über 5,6 Milliarden Euro erhöht. Rund 500 Millionen Euro der F&E-Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr fließen in die so genannten Company Core Technologies, die zentralen Technologie- und Innovationsfelder. Dazu gehören etwa Additive Manufacturing, autonome Robotik, Datenanalyse und künstliche Intelligenz, digitaler Zwilling, aber auch Leistungselektronik und verteilte Energiesysteme. Als Technologielieferant agiert der Konzern auch bei einem Projekt zum Klimaschutz.

Sowohl die Industrie als auch die Energieversorger sehen sich in Europa gegenwärtig mit großen energiepolitischen Herausforderungen konfrontiert: Die Klima- und Energieziele der EU sehen bis 2030 eine Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent vor, die die energieintensive Industrie vor nahezu unlösbare Probleme stellt.

Die Strombranche erlebt durch die Energiewende einen tiefgreifenden Umbruch mit Überkapazitäten an volatilen neuen erneuerbaren Energien aus Sonnen-und Windkraft. Wasserstoff, gewonnen aus CO2-freiem Grünstrom, stellt hier ein gewaltiges Potenzial für den Einsatz als Industrierohstoff wie auch zur Energiespeicherung dar.

Projekt H2Future

Das Projekt H2Future ist ein Meilenstein auf diesem Weg zur Sektorkopplung zwischen Energie und Industrie. Als Kernakteure sind die Unternehmen voestalpine, Siemens und Verbund im Projekt vertreten. Die Anlage befindet sich am Gelände der voestalpine in Linz. Der erzeugte grüne Wasserstoff wird künftig direkt in das interne Gasnetzwerk eingespeist und damit der Einsatz von Wasserstoff in verschiedenen Prozessstufen der Stahlerzeugung getestet. Technologielieferant für den Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseur ist Siemens.

"H2Future ist eine konstruktive Partnerschaft, die für den Prozess, die Industrie grüner zu machen und gleichzeitig die regenerativen Energien zu nutzen, entscheidend ist", freut sich Bart Biebuyck, Executive Director Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) der Europäischen Kommission, über den Projektstart. Ein weiterer Meilenstein zur effizienteren Energieversorgung ist in der Siemens-Forschungsabteilung geglückt.

Das Niederspannungsnetz wird heute praktisch noch immer blind betrieben. Stromnetzbetreiber zählen im Wesentlichen, wie viele neue Kunden hinzukommen, und schließen so darauf, ob das Netz verstärkt werden muss. In den Straßen stehen Verteilerkästen mit manuellen Schaltern, um die Energieflüsse zu lenken. Um den aktuellen Schaltzustand zu erkennen, gab es bisher nur eine Möglichkeit: Servicetechniker mussten Umschaltungen genau dokumentieren oder notfalls vor Ort nachsehen.

Andreas Lugmaier von der Siemens- Forschungsabteilung in Wien und Friederich Kupzog vom Austrian Institute of Technology (AIT) haben eine Software entwickelt, die große Datenmengen aus dem Stromnetz analysiert und Schalterstellungen erkennen kann, für die man bisher "blind" war. Die Software wird in der Seestadt Aspern erfolgreich erprobt, die beiden Forscher wurden als Erfinder des Jahres ausgezeichnet.

Daten - Wissen - Erfolg

Mit MindSphere bietet Siemens ein cloudbasiertes, offenes Betriebssystem für das Internet der Dinge. Auf dieser Plattform lassen sich Applikationen (Apps) sowie Digitale Services entwickeln, betreiben und vertreiben, die, basierend auf der effizienten Nutzung von gesammelten Daten, einen gravierenden Wettbewerbsvorteil darstellen: zum Beispiel in Form garantierter Verfügbarkeit von Maschinen, optimierten Ressourcenverbräuchen oder erhöhter Produktivität. Eine in kürzester Zeit einsetzbare, virtualisierte Datenverwaltung verwandelt Daten in Wissen und Wissen in Geschäftserfolg.

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