Marktforscher: Im Tablet-Markt wachsen nur Notebook-Alternativen

Marktforscher: Im Tablet-Markt wachsen nur Notebook-Alternativen

Das Tablet-Geschäft bleibt laut Marktforschern insgesamt schwach - aber das Wachstum bei Modellen, die ein Notebook ersetzen sollen, könnte für die PC-Industrie gefährlich werden. Der Absatz solcher Geräte verdreifachte sich im vergangenen Quartal auf 4,9 Millionen, wie der IT-Marktforscher IDC berechnete.

Dass auch Smartphone-Anbieter wie Huawei in diesem Markt einstiegen, "ist nur der Anfang und könnte zu einer echten Bedrohung für PC-Hersteller werden", erklärte IDC-Analyst Jean Philippe Bouchard am späten Donnerstag.

Insgesamt schrumpfte der Tablet-Markt im Jahresvergleich laut IDC um knapp 15 Prozent auf 39,6 Millionen Geräte. Der Tablet-Markt war seit 2010 zunächst explosiv gewachsen - dann jedoch stellte sich heraus, dass die Nutzer ihre Geräte viel seltener durch neue Modelle ersetzen als Smartphones, zudem schwächte sich der Zustrom von Neueinsteigern ab.

Apple bleibt der Platzhirsch

Apple bleibt die Nummer eins und kommt laut IDC mit gut zehn Millionen verkauften iPads auf einen Marktanteil von 26 Prozent. Der Konzern, der vor sechs Jahren den Tablet-Markt wiederbelebte, brachte zuletzt zwei Modelle des teureren iPad Pro auf den Markt, die mit Ansteck-Tastatur das Notebook ersetzen sollen. Microsoft war bei diesem Konzept der Pionier mit seinem Surface.

Samsung hält sich IDC zufolge fest auf Platz zwei mit einem Marktanteil von 15,2 Prozent. Für Amazon errechneten die Experten einen Absatz von 2,2 Millionen Kindle-Fire-Tablets und 5,7 Prozent Marktanteil. Der Online-Händler selbst nennt keine konkreten Zahlen dazu, Firmenchef Jeff Bezos erklärte aber, die Verkäufe hätten sich im Jahresvergleich verdoppelt.

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