In Österreich entwickelter digitaler Frachtbrief rollt an

Eine österreichische Blockchain-Initiative für Logistik hat einen digitalen Frachtbrief entwickelt. Eine Salzburger Spedition hat nun in einem Pilotversuch die papierlose Transportkette getestet. Wie Logistik-Unternehmen davon profitieren sollen.

In Österreich entwickelter digitaler Frachtbrief rollt an

Die Blockchain-Technologie könnte auch in der Logistik-Branche Einzug halten.

Es ist ein nach wie vor übliches Bild: Lkw-Fahrer stehen Schlange an, um ihre Frachtpapiere in Empfang zu nehmen. Die, die ihre Ladung abgeladen haben, warten auf den Stempel, um den Nachweis dafür zu haben. All das kostet Zeit und damit Geld. Denn der dafür nötige Frachtbrief, in dem die ganze Lieferung dokumentiert wird, folgt noch immer den Regeln der Old-Economy, und das bedeutet Papierkram.

Der Frachtbrief ist ein essenzieller Bestandteil für das Versenden von Waren bei der Abwicklung internationaler Transporte. Wichtige Transportinformationen und Unterschriften sollten für Spediteure, Verlader, Frächter und Versicherungen zeitnahe verfügbar sein, sind es aber oft nicht. Irrtümern und auch Betrug ist damit Tür und Tor geöffnet.

Digitaler Frachtbrief

Ein digitaler Frachtbrief (eCMR) ist die elektronische Version des Frachtbriefes und würde die Datenübermittlung zwischen allen Parteien in Echtzeit möglich machen. Erste Projekte dazu wurden bereits gestartet. So hat die EU mit dem AEOLIX-Pilotprojekt bereits die Digitalisierung der Frachtdokumente initiiert. AEOLIX steht für “Architecture for EurOpean Logistics Information Exchange” und wurde 2016 gestartet. Im Rahmen dessen hat der deutsche Verband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung bereits einen Test zum digitalen Frachtbrief eCMR. gestartet.

In Österreich hat dazu die Blockchain Initiative Logistik einen ersten Versuch unternommen, die Frachtbriefe zu digitalisieren. Diese wurde gegründet, um die Potenziale dieser neuen virtuellen Möglichkeiten für die Branche zu nutzen. Die Initiative wurde 2019 von den Beratern von Ernst & Young, den Transportunternehmen DB Schenker und Lkw Walter Standardisierungsspezialisten GS1 Austria, dem EDI-Dienstleister EDITEL, der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL) und der WU Wien initiiert.

Das erste Projekt ist die Digitalisierung des Frachtbriefs mittels eCMR-Frachtbrief. Ein CMR-Frachtbrief ist ein standardisierter Frachtbrief, in dem die wichtigsten Informationen und Bestandteile eines Frachtvertrages nach den Richtlinien der CMR verbrieft sind. Ziel eines digitalen Frachtbriefs ist es auch Kosten einzusparen und die Prozesse effizienter zu machen.

Bestehende Prozesse in Blockchain integriert

Mittels Blockchain wurden alle Teilnehmer mit digitalen Signaturen identifiziert und dem Datenschutz (DSGVO) Rechnung getragen. Mithilfe von GS1-Standards wurden bestehende Applikationen und Prozesse integriert. Dadurch sollen sowohl beim elektronischen Frachtbrief und anderen Frachtdokumenten Systembrüche und damit verbundene Zeitverluste oder Fehler vermieden werden.

Den ersten Praxistest vollzog nun die Salzburger Spedition Wildenhofer. „Es wurde viel Zeit gewonnen. In Zukunft können mehrere manuelle Arbeitsschritte entfallen“, erläutert GS1-Geschäftsführer Gregor Herzog. Nun soll auf diesen Erkenntnissen aufbauend eine allgemein nutzbare, branchenweite Plattform aufgebaut werden. Ziel ist es teilnehmende Unternehmen technisch und und organisatorisch zu integrieren.

Der Nutzen des digitalen Frachtbriefs

  • Prozesskosten werden gesenkt durch Automatisierungspotenzial, wie eine direkte Anbindung in Transportmanagementsysteme
  • Real-time” Zugriff auf Daten und Status durch alle Beteiligten (Absender, Empfänger, Frächter, Spediteur, Behörden und Versicherung im Schadensfall)
  • Genaues Protokoll von Änderungen von Daten, die bisher nicht nachvollziehbar und handschriftlich auf einzelnen Durchschlägen vermerkt wurden
  • Elektronisches Proof-of-Delivery zeitgleich mit der Unterschrift des Empfängers
  • Leichte archivier- und auffindbar, etwa für Finanzprüfungen
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