So profitieren
Startups von Google:
Gute Sichtbarkeit trotz eingeschränktem Budget

So profitieren
Startups von Google:
Gute Sichtbarkeit trotz eingeschränktem Budget

Wer erfolgreich ein Unternehmen aufbauen will, braucht vor allem eines: interessierte Kunden. Deren Aufmerksamkeit bekommt man unter anderem durch eine gute Platzierung in den Google-Suchergebnissen. Doch wie gelangt man dorthin und funktioniert Suchmaschinenoptimierung (SEO) auch mit kleinem Budget?

Warum sich SEO für Startups lohnt

Ohne Onlinepräsenz hat ein junges Unternehmen heute kaum Aussicht auf Erfolg. Innovative Ideen sprechen oft eine eher junge Zielgruppe an, die vor allem über das Internet Informationen bezieht. Untersuchungen bestätigen, dass vor allem die ersten Google-Ergebnisse großes Vertrauen genießen. Erreicht also das Startup ein gutes Ranking, kann es an Vertrauen gewinnen und bekommt mehr Aufmerksamkeit.

Eine effektive Strategie zur Verbesserung der Rankings kann also mehr zum Erfolg des Startups beitragen, als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Denn für bestimmte Schlüsselbegriffe (Keywords) auf die vorderen Ränge zu gelangen bedeutet auch: Das Startup kann gezielt gefunden werden und die Seite bekommt mehr Besucher, welche tatsächlich Interesse am Produkt, der Dienstleistung bzw. dem Unternehmen haben.

Maßnahmen für gute Google-Sichtbarkeit

Die zeitliche Investition in SEO-Maßnahmen lohnt sich zweifellos – sofern man im Hinterkopf behält, dass der Erfolg sich nicht über Nacht einstellt. Rasante Sprünge sollte man also nicht erwarten, sondern vielmehr die langfristige Entwicklung im Blick behalten. Folgende Möglichkeiten gibt es, die Sichtbarkeit bei Google aktiv positiv zu beeinflussen:

Tipp #1: Strategisch vorgehen

Je besser durchdacht die Suchmaschinenstrategie des Startups ist, desto schneller können Fortschritte erzielt werden. Gezieltes Vorgehen ist also Pflicht. Am besten sollte die Suchmaschinenoptimierung schon beim Erstellen der offiziellen Website berücksichtigt werden und eher heute beginnen als morgen.

Zu einer sinnvollen Strategie zählt auch, sich realistische Ziele zu setzen. Die Platzhirsche unter den Google-Suchergebnissen kann ein kleines Startup vorerst nicht so leicht verdrängen, außer es befindet sich in einer absoluten Nische, die wenn überhaupt nur von Generalisten bedient wird. Diesen „Nischen-Bonus“ gilt es zu nutzen und die Konkurrenz mit besseren Inhalten zu übertreffen. Der erste Schritt ist also, klare, tatsächlich umsetzbare Ziele zu definieren und eine Strategie zu erarbeiten.

Tipp #2: Relevante Keywords recherchieren

Eine gründliche Recherche zu möglichen Suchbegriffen, für die das Startup ranken kann, ist Pflicht. Es gibt diverse Tools, mit denen man herausfinden kann, welche Begriffe wie häufig und in welchem Kontext gesucht werden. Besonders wichtig: Die Suchintention der Nutzer verstehen und mit den Inhalten bestmöglich bedienen. So versteht man nicht nur, ob man für das jeweilige Keyword überhaupt in den Top 10 Google-Suchergebnissen ranken kann, sondern auch, welche Inhalte dafür nötig sind.

Die Recherche sollte auch auf der Frage beruhen, welche Schlüsselbegriffe für das eigene Startup am wichtigsten sind und wie hoch eine Ranking-Wahrscheinlichkeit im Vergleich zur Konkurrenz ist.

Tipp #3: Inhalte perfekt gestalten

Nutzer erwarten von einer Website korrekte, relevante und gut aufbereitete Inhalte. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, weshalb der Content zu hundert Prozent passend sein muss. Zu einer guten SEO-Strategie gehört demnach auch, überflüssige oder fehlerhafte Elemente auf der eigenen Seite zu eliminieren und wichtige Inhalte geschickt intern zu verlinken.
Der eigene Content muss analysiert und optimiert werden: Welche Themen gibt es bereits, was fehlt und werden die Suchintentionen der Nutzer zu diesem Begriff überhaupt erfüllt? Bei der Keyword-Recherche sollte die Absicht hinter den Suchanfragen miteinbezogen werden, denn so können Nischen gefunden werden, zu denen noch keine guten Inhalte vorhanden sind.

In diesem Zusammenhang sollte der Fokus auf sogenannten Long-Tail-Keywords liegen. Dabei handelt es sich um lange, spezifische Suchanfragen, die in der Regel zwar weniger Suchvolumen haben, dafür aber besser konvertieren. Wer für sehr spezifische Anfragen auf die vorderen Plätze rutschen kann, baut sich einen Namen in der Nische auf, wird von zufriedenen Besuchern auf sozialen Netzwerken geteilt und gewinnt sogar die eine oder andere Erwähnung von einem Influencer.

Tipp #4: Zeit in Networking investieren

Im Zeitalter von Influencern ist es das A und O, mit wichtigen Personen aus der eigenen Branche in Kontakt zu kommen. Denn wenn ein Meinungsbilder das Startup positiv erwähnt bzw. verlinkt, stellt das in den Augen potenzieller Kunden eine verlässliche Quelle dar.

Mit Influencern zu kommunizieren ist eine äußerst effiziente SEO-Strategie. Die Interaktion kann zum Beispiel geschehen, indem man Beiträge des Influencers kommentiert und dabei sein eigenes Expertenwissen teilt. Allerdings sollten diese Kommentare nicht als Werbeplattform für das Startup eingesetzt werden, sondern vielmehr als Möglichkeit, freundschaftliche, authentische Verbindungen aufzubauen und sein Expertenwissen unter Beweis zu stellen.

Hier wären wir nämlich bei einem weiteren wichtigen Aspekt der Suchmaschinenoptimierung: dem Linkaufbau. Die Website muss nämlich nicht nur OnPage (also die Seite an sich) perfekt optimiert sein, sondern auch eine gewisse Autorität haben. Dies wird durch Backlinks von hochwertigen und relevanten anderen Webseiten erreicht.

Tipp #5: Online omnipräsent sein

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit dem Networking-Aspekt. Denn Verbindungen sollten nicht nur mit einflussreichen, sondern auch mit regulären Nutzern geknüpft und gepflegt werden. Das kann zum Beispiel in Form von hilfreichen Kommentaren in Onlineforen geschehen. Hier gilt jedoch ebenfalls: Zu viel offensichtliche Werbung in Form von Aufforderungen, auf die Startup-Seite zu klicken, bleibt negativ in Erinnerung!

Generell heißt das Stichwort „Diversifizierung“, sprich, nicht nur einen Traffic-Kanal zu fokussieren, sondern mehrere Channels nutzen. Dies kann beispielsweise die bezahlte Suchmaschinenwerbung (Google AdWords) oder auch Werbemaßnahmen auf Social-Media-Kanälen sein. Auch Offline-Marketing bleibt dabei ein wichtiges Instrument, da man so seine Marke bekannter macht, Nutzer online konkret danach suchen und dadurch Brand-Signale generiert werden, die sich wiederum positiv auf die Rankings auswirken.

Fazit: Google clever für das Startup nutzen

Suchmaschinenoptimierung erfordert Durchhaltevermögen, ist aber auf lange Sicht ein höchst lukratives Mittel, um als junges Unternehmen Aufmerksamkeit zu erlangen. Wichtig sind dafür in erster Linie eine gut durchdachte Strategie und realistische Ziele. Wer frühzeitig und mit kleinen Schritten damit anfängt, kann Schritt für Schritt Autorität aufbauen und so das Vertrauen der Nutzer gewinnen.


Autor: Alexander Rus, Geschäftsführer von Evergreen Media in Innsbruck

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