Mit dem Google Kalender den inneren Schweinehund bekämpfen

Mit dem Google Kalender den inneren Schweinehund bekämpfen
Mit dem Google Kalender den inneren Schweinehund bekämpfen

Muskeltraining zwischen den Meetings: Der Google-Kalender hilft, selbst die letzten freien Minuten noch produktiv zu nutzen.

Google füllt Lücken im Terminkalender nun mit Events, die dem Erreichen langfristiger Ziele dienen: Das Lernen einer Sprache, Yogastunden oder ein Besuch im Fitnesscenter. Dahinter steckt die Technologie eines Start-ups, in das schon Ashton Kutcher investiert hat.

Mit regelmäßigen Fitnesscenter-Besuchen den Körper fit für die Badesaison machen, für den kommenden Barcelona-Urlaub die Spanisch-Kenntnisse aufpeppen oder mit Yoga-Übungen gegen den rückenschädigenden Büroalltag ankämpfen: Gute Vorsätze haben viele Menschen, doch nicht selten hapert es an der Ausführung - weil etwa der Chef noch kurzfristig einen Termin ansetzt oder im überfüllten Meeting-Kalender schlichtweg kein Platz ist für die Verfolgung langfristiger Ziele. Google möchte nun mit einer neuen Funktion in seiner Kalender-App helfen, die letzten freien Lücken im Wochenverlauf noch mit diesen Zielen zu füllen.

Zur Einrichtung eines solchen Plans tippen Nutzer in der Kalender-App auf das Plus-Symbol und anschließend auf "Ziel". Daraufhin kann er festlegen, was er erreichen will, wie viele Termine pro Woche er dafür investieren möchte und wie lange diese Termine dauern sollen. Die App sucht daraufhin freie Zeiten im Kalender des Nutzers und trägt dort automatisch Termine für "Yoga machen" oder "Spanisch lernen" ein. Mit der Zeit soll das Programm verstehen, welche Termine dem Nutzer besser pasen als andere und diese dementsprechend einteilen. Das folgende Video zeigt anschaulich, wie sich Google diese Lösung in der Praxisanwendung vorstellt.

Dieses Video zeigt, wie die Kalender-App das Leben ihrer User in den Griff kriegt.

Im Test von trend.at konnte die Lösung nur bedingt überzeugen. Zwar funktionierte es tatsächlich, dass in der App die noch freien Abende mit Trainingsplänen gefüllt wurden. Allerdings nahm die App nur Rücksicht auf die Termine im eigenen Kalender - nicht auf jene Termine, die sich in einem gemeinsam mit Kollegen geführten Kalender befanden. Auch ist zu bemängeln, dass die "Ziele" nur in der App festgelegt werden können - auf dem Desktop-PC können die automatisch angelegten Termine zwar verschoben und editiert werden, neu angelegt werden können sie dort aber nicht. Ähnliches gilt für das Zusammenspiel mit Apples iPhone: Im mitgelieferten Kalender des iOS-Systems werden die Termine zwar angezeigt, können aber nicht neu angelegt werden. Hier soll die iOS-Version des Google-Kalenders Abhilfe schaffen.

Technolgie eines Start-ups

Hinter der Lösung steckt die Technologie des Start-ups Timeful, welches Google im Mai vergangenen Jahres gekauft hat und nun in die eigenen Dienste integriert. Timeful bot bereits seit Sommer 2014 die Möglichkeit an, leere Stellen im Kalender automatisch mit langfristig orientierten Tätigkeiten zu füllen. Zu den frühen Investoren des Start-ups gehörte unter anderem der Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher. Einen Kaufpreis nannten die Unternehmen damals nicht.

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