Förderungen: Gutes Geld für gute Projekte

Digitalisierung braucht Investitionen. Und die öffentliche Hand lässt sich die Unterstützung von Unternehmern auch etwas kosten: Förderungen - regionale, nationale und EU-weite - helfen bei der Umsetzung.

NIEDERÖSTERREICH BAUT EIN HAUS DER DIGITALISIERUNG. In Tulln entsteht auf 4.200 Quadratmetern ein Digitalisierungszentrum mit Büros, Inkubatorflächen, Event-und Gastrobereich. Eröffnet wird 2023. Mehr dazu: virtuelleshaus.at

NIEDERÖSTERREICH BAUT EIN HAUS DER DIGITALISIERUNG. In Tulln entsteht auf 4.200 Quadratmetern ein Digitalisierungszentrum mit Büros, Inkubatorflächen, Event-und Gastrobereich. Eröffnet wird 2023. Mehr dazu: virtuelleshaus.at

Was die Corona-Impfung für das menschliche Immunsystem bringt, soll eine forcierte Digitalisierung für die Wirtschaft leisten: eine verbesserte Resilienz und eine Innovationskur, damit wir nach einer historischen Krise möglichst gesund ein wirtschaftliches Comeback feiern können. Unternehmen und Organisationen werden dabei auch von der öffentlichen Hand unterstützt. Es gibt regionale und nationale Fördertöpfe -und demnächst mehr Geld für die Umsetzung. Die EU verteilt über das Corona-Aufbauprogramm insgesamt 750 Milliarden Euro unter den Mitgliedsstaaten - auch Österreich. Diese Milliarden sind allerdings zweckgewidmet. Die Staaten haben ihre detaillierten Pläne in Brüssel vorgelegt. Bis Ende Juni werden sie geprüft: 20 Prozent der Mittel müssen in die Digitalisierung fließen.


Erst die Fitness prüfen, dann Maßnahmen setzen.

Die Plattform fit4internet ist eine unabhängige, vom Wirtschaftsministerium angeregte Initiative zur Stärkung digitaler Kompetenzen in Österreich. Sie richtet sich an alle Bevölkerungsschichten - Senioren ebenso wie Berufstätige, die am Ball bleiben wollen - und an KMU. Auf der Website werden fachliche Tipps und Informationen geboten, aber auch Orientierungshilfen in Form von Selbstchecks, die eine erste Einschätzung geben. Österreich hat ein nationales Modell (DigComp 2.2 AT) mit 25 Digitalkompetenzen definiert. Wer Defizite entdeckt, findet über die Website auch Informationen zu Weiterbildungsangeboten und Kursen.


Wien unterstützt lokale Unternehmer

Die Wiener Wirtschaftsagentur fördert Anschaffungen und Dienstleistungen bei Digitalisierungsprojekten. Im Zentrum stehen KMU, die seit mindestens einem Jahr in Wien tätig sind. Digitalisierungskonzepte müssen der Jury allerdings schlüssig präsentiert werden können. Pro Projekt werden maximal 40.000 Euro über zwei Jahre gefördert, bei einer Mindestprojektgröße von 10.000 Euro. Daneben gibt es EPU-Förderprogramme, Förderungen für Vertriebsmaßnahmen im Off-und Onlinehandel u. a. m.


E-Commerce-Support und Kredite beim aws

Beim Austria Wirtschaftsservice (aws) sind u. a. Fördermittel für E-und M-Commerce-Projekte im KMU-Bereich abrufbar. Der maximale Zuschuss beträgt 12.000 Euro und kann für Lizenzen aller Art, komplette Dienstleistungspakete oder Optimierungsarbeiten eingesetzt werden. Für umfangreichere Digitalisierungsprojekte in größeren Unternehmen oder für Innovationen stehen höhere Volumen (bis zu 500.000 Euro) im Raum. Als flankierende Finanzierungsinstrumente gibt es für Modernisierungsprojekte über das aws auch günstige ERP-Kredite, die nicht nur KMU, sondern auch Großunternehmen beantragen können. Tipp: Mit dem "Fördermanager" lassen sich die Anträge einfach administrieren.


Innovationsarbeit für die Wirtschaft

Über die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) werden Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt. Digitalisierung ist hier seit vielen Jahren ein sehr relevantes Thema: Von Big-Data-Offensiven für den heimischen Produktionssektor über Breitbandprojekte reichen die Felder angewandter Forschung. Derzeit läuft etwa eine Initiative für Kreislaufwirtschaft oder das Kompetenzzentrenprogramm COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) mit drei Programmlinien: Ziel dieser mehrjährigen Programme sind Prozess-oder Dienstleistungsinnovationen. Über die FFG können auch spannende vertikale Fördertöpfe eröffnet werden: Aktuell läuft etwa ein Call für smarte Heiz- und Kühlsysteme. Über das Horizon-Programm werden europäische Innovationsökosysteme gesucht. Es gibt hier aber auch ganz klassische Start-up-Förderungen.


Maßgeschneiderte Unterstützung für KMU

Mehr als 90 Prozent der heimischen Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, und diese KMU finden bei KMU. Digital einen der wichtigsten Informationspunkte für ihre Digitalisierungsprojekte. Es handelt sich um eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer. Onlineshop? Schwachstellen in der Security? Oder noch gar keinen Plan, wie E-Commerce für das eigene Geschäft Sinn machen könnte? Was bringt Instagram? Über KMU.Digital werden Einschätzungen und Strategieberatung vermittelt. Solche Beratungen werden mit bis zu 9.000 Euro gefördert.


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