Facebook will mit Serien Hollywood erobern

Nach Angaben vom "Wall Street Journal" will Facebook ein Gegengewicht zu TV-Companys und Netflix aufbauen und eigene TV-Seriern produzieren. Damit soll am lukrativen Geschäft um die Werbedollars mitzunaschen. Ende des Sommers soll der Start erfolgen. Facebook reagiert damit auch auf jüngste Pläne von Apple.

Facebook will mit Serien Hollywood erobern

Menlo Park. in de USA wird der Wettbewerb um die besten TV-Serien, Einschaltquoten und Bezahl-Abonnements intensiver. Nun will auch Facebook in das lukrative Geschäft einsteigen. Facebook nimmt nun Anlauf auf das lukrative TV-Geschäft der Stars- und Glamourmetropole Hollywood. Laut einem Medienbericht will die Silicon-Valley-Company in großem Stil eigene Fernsehinhalte auf seine Plattform bringen. Der weltgrößte Online-Netzwerk sei in Gesprächen mit Hollywoodstudios und Rechtevermarktern, schrieb das "Wall Street Journal".

Facebook wolle bis zu drei Millionen Dollar pro Serien-Folge ausgeben - das liege in der Liga sehr hochwertiger TV-Produktionen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das Online-Netzwerk habe dabei vor allem die Altersgruppe der 17- bis 30-Jährigen im Visier.

Mit dem Vorstoß ins Geschäft mit TV-Inhalten würde Facebook sowohl mit klassischen Fernsehsendern um Werbedollar als auch mit Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon konkurrieren. Auch Apple experimentiert gerade mit exklusiven Inhalten wie der Sendung "Planet of the Apps" - holte sich jüngst aber auch zwei Top-Manager des TV-Studios von Sony.

Der Start des Facebook-Programms sei für Ende des Sommers anvisiert, schrieb das "Wall Street Journal". Facebook wolle keine politischen Dramen, Nachrichtensendungen oder Serien mit Nacktheit und schmutziger Sprache, hieß es. Anders als Netflix oder Amazon wolle Facebook mit den Studios Zuschauer-Daten teilen. Mit dem Vormarsch von Facebook ins TV-Geschäft würde sich auch zeigen, wie gut sich ausgiebige Informationen über die Interessen von Zuschauern tatsächlich in den Erfolg von Sendungen ummünzen lassen.

Thomas Haller ist Managing Partner der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners.

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