EU-Kommissarin: Künstliche Intelligenz braucht EU-Rechtsrahmen

Die EU stimmt im Lauf der Woche über Ethik-Regeln ab. Künstliche Intelligenz (KI), eingesetzt etwa beim Internethandel, berührt dabei verschiedenste Materien.

EU-Kommissarin: Künstliche Intelligenz braucht EU-Rechtsrahmen

Brüssel. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat sich für einen EU-weiten Rechtsrahmen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen. Dieser sei nötig, um KI in der Europäischen Union sicher und glaubwürdig voranzubringen, sagte Vestager am Montag im Plenum des Europaparlaments in Brüssel.

Die Kommissarin betonte, dass die Grundrechte der Menschen bei einer entsprechenden Regulierung gewahrt bleiben müssten. Die EU solle zu einem globalen Dreh- und Angelpunkt für diese Technologie werden, sagte Vestager bei der Debatte über mehrere Digitalthemen mit den EU-Abgeordneten.

Unter Künstlicher Intelligenz (KI) werden in der Regel Systeme verstanden, die maschinelles Lernen beherrschen. Die Grundlage dafür bilden mathematische und statistische Verfahren, die es Programmen ermöglichen, sich durch Training, Übung und Datenanalyse selbstständig zu verbessern. Treiber der Entwicklung sind vor allem die gesteigerte Verfügbarkeit von Daten und verbesserte Rechenleistung. Geradezu bevorzugte Einsatzmöglichkeiten bietet der Online-Handel mit all seinen Platformen wie Marktplätze, Social Media, Buchungssystemen oder Suchmaschinen.

Das Europaparlament stimmt im Laufe der Woche unter anderem über Standpunkte ab, was KI-Regeln in Bezug auf Ethik, Haftpflicht und Rechte des geistigen Eigentums beinhalten sollten. Ein Vorschlag der Kommission dazu wird dem EU-Parlament zufolge voraussichtlich Anfang nächsten Jahres vorgelegt.

Vestager forderte mehr Transparenz bei Online-Marktplätzen. Große Plattformen müssten mit klar definierten Regeln zur Verantwortlichkeit gezogen werden. Die Bürgerinnen und Bürger müssten besser geschützt werden, wenn sie das Internet benutzen, so Vestager. Bis Ende des Jahres hatte die EU-Kommission den Vorschlag für ein Gesetzespaket für digitale Dienste, den sogenannten Digital Services Act, angekündigt.

Mehrere EU-Abgeordnete forderten in der Debatte eine europäische Aufsichtsbehörde, um Rechtssicherheit von Nutzern im Internet sicherzustellen. Der SPD-Abgeordnete Tiemo Wölken betonte, dass Online-Plattformen keine "Blackboxen" sein dürften. Wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie findet die Sitzungswoche nicht im französischen Straßburg statt, sondern zum Großteil als Online-Format und im Plenarsaal in Brüssel. Die Abstimmungen erfolgen über ein E-Mail-Verfahren.

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