DSGVO: Achtung bei E-Mails zur "erneuten Zustimmung"

DSGVO: Achtung bei E-Mails zur "erneuten Zustimmung"

Erneute Zustimmung erbeten: Akzeptieren oder löschen - das ist die Frage.

Bevor die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai in Kraft treten wird in einer Unmenge von E-Mails um die "erneute Zustimmung, in Kontakt zu bleiben" gebeten. Dabei sollte man besser zweimal hinschauen.

"Bleiben wir in Kontakt", "Wir bitten um Ihre Zustimmung" "Nicht das letzte E-Mail" "Wir wollen Sie nicht verlieren" - in diesen Tagen landen bei vielen zahlreiche E-Mails im Portfach, in denen darum gebeten wird, vor dem Inkrafttreten der Datenschzutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai noch einmal mit einem Klick oder einer Antwort-Mail zu bestätigen, dass man damit einverstanden ist, auch in Zukunft weiterhin per E-Mail kontaktiert oder informiert zu werden.

Tatsächlich stehen wenige Tage bevor die DSGVO europaweit gilt noch viele Unternehmen vor der Frage, ob und in welchem Umfang sie ihre Kunden oder Geschäftspartner künftig noch kontaktieren dürfen und versuchen daher, sich mit derartigen E-Mails rechtlich abzusichern. Allerdings ist dabei auch Vorsicht geboten, denn unter den Absendern der E-Mails sind auch einige, die ganz andere Absichten haben.

Der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. erklärt in drei Tipps, worauf man in diesen Tagen besonders achten sollte, ehe man einer Aufforderung zustimmt.

1. Worum geht es in dem Mail?

Möchte das Unternehmen nur eine erneute Bestätigung der bestehenden Vereinbarung, oder werden vielleicht auch neue Services angeboten beziehungsweise neue Einverständnisse abgefragt? Wenn man das das Unternehmen kennt und mit den bisherigen Diensten zufrieden war und diese weiterhin nutzen möchte, ist eine Bestätigung der Nutzungsbedingungen in der Regel sinnvoll. Andernfalls nicht. Als Empfänger sollte man auf jeden Fall zweimal hinschauen.

2. Sind der Absender oder das Angebot überhaupt bekannt?

Bei jedem Mail sollte man sich die Frage stellen, ob man den Dienst oder das Angebot überhaupt kennt. Etliche Unternehmen versuchen nämlich, die Gunst der Stunde auszunutzen und Zustimmungen von Personen zu erhalten, mit denen sie zuvor noch nie in Verbindung waren. "Aufgrund der erhöhten Anzahl solcher Mitteilungen zum jetzigen Zeitpunkt kann es durchaus sein, dass manche Nutzer der Einfachheit halber positiv auf Anfragen reagieren, auf die sie nach kurzer Prüfung anders reagieren würden", warnt der BVDW und empfiehlt: Man sollte unbedingt prüfen, wer das ist, was sie wollen und was für einen Nutzen man davon hat.

3. Erst prüfen, dann zustimmen oder löschen.

Es ist nicht auszuschließen, dass man bewusst solche Anfragen mit der Bitte um vermeintlich erneute Zustimmung untergeschoben bekommt. Daher bleibt nur die Empfehlung, nicht vorschnell zu klicken und grundsätzlich zu prüfen, um wen und was es geht.

Wenn Grund zur Annahme hat, dass das Mail im Posteingang von einem Absender stammt, mit dem man bisher noch nie Kontakt hatte, ist es besser, die darin enthaltene Aufforderung einfach zu ignorieren und das Mail zu löschen.

Dropbox CEO Drew Houston (Bildmitte mit Bart) feiert den Börsengang am 23. März 2019

Digital

Dropbox am Weg zum Full-Service-Anbieter

Die Diskutanten im Odeon Theater, Wien

trend Podcast - Wirtschaft zum Hören

trend.s in Finance Talk: Wie digital ist Österreich? [Podcast]

Digital

Branche im Umbruch: Wieso kein Unternehmen auf Content Services verzichten sollte

trend.s In Finance Debatte: Wie digital ist Österreich? 18:00 Uhr | Odeon | 1020 Wien

Wirtschaft

trend.s In Finance Debatte: Wie digital ist Österreich? 18:00 Uhr | Odeon | 1020 Wien