Digitalisierung: Technologie ist nicht alles

Digitalisierung: Technologie ist nicht alles

Digitalisierung: Technologie ist nur ein Werkzeug. Es kommt auf den Spirit an.

In neue Technologien zu investieren reicht nicht für den Erfolg im Zeitalter der Digitalisierung. Die gelebte Kultur ist ein entscheidender Faktor für die Produktivität, die Kreativität und die Innovationskraft von Unternehmen.

Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen und Manager vor die schwierige Entscheidung, auf welche Technologien sie setzen sollten und worin sie investieren sollten.

Geld oder die Wahl der geeignetsten Lösungen sind dabei jedoch nicht die einzigen Faktoren, von denen der Erfolg abhängt. Damit der Einsatz neuer Technologien auch tatsächlich Wettbewerbsvorteile bringt, müssen diese nämlich tief in der Unternehmenskultur verankert werden und Mitarbeiter möglichst wirkungsvoll und nachhaltig bei ihrer Arbeit unterstützen. Andernfalls kann der Workflow in Unternehmen durch teuer eingekaufte Lösungen sogar gebremst und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Doch gerade bei Transformationsprozessen sowie dem Schaffen effizienter Rahmenbedingungen hinkt Österreich im EU-Vergleich deutlich hinterher, wie eine von Microsoft unter über 20.000 Arbeitnehmern in 21 EU-Ländern durchgeführte Befragung zeigt.

  • 13 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer gaben dabei an, aktuell kaum produktiv arbeiten zu können
  • Nur jeder Achte hat demnach die Möglichkeit, die eigene Innovationskraft in das Unternehmen einzubringen (12 %).
  • Ebenso niedrig ist der Prozentsatz derjenigen, die im Job Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, ihr Bestes zu geben.

„Wenn innovative Technologie mit der richtigen Unternehmenskultur einhergeht, können Menschen smarter und produktiver arbeiten“, betont Michael Rehberger, Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Österreich. „Die Mitarbeiter geraten in einen sogenannten Flow-Zustand, sie erledigen eine Aufgabe also mit vollem Fokus, Energie und Leidenschaft. Sie liefern mit weniger Aufwand eine bessere Leistung.“

In Unternehmen mit gut verankerten digitalen Unternehmenskulturen fühlen sich Mitarbeiter kreativer und arbeiten besonders gerne im Team - zwei essenzielle Eigenschaften, wenn es um den Wettbewerb in einer zunehmend digitalen Welt geht. Die Unternehmen profitieren dadurch von einer höheren innerbetrieblichen Innovationskraft.

Entscheidend ist das auch, weil sich Mitarbeiter in solchen Teams ernst genommen fühlen, bessere Arbeit leisten und die Unternehmen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter einen Vorteil im Wettbewerb um die besten Köpfe haben. Wohlklingende Job-Descriptions und üppige Gehälter alleine reichen dafür nicht aus. Engagierte Mitarbeiter möchten sich aktiv in das Unternehmen einbringen können.

„Starre Arbeitsmodelle greifen nicht mehr, um unternehmerischen Erfolg zu sichern. Unternehmen müssen Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen“, weiß Microsoft-Co-Geschäftsführer Rehberger. „Technologie ist zwar ein tolles Werkzeug – es sind jedoch die Leidenschaft und das Können der Mitarbeiter, die Unternehmen vorantreiben und ihre Zukunft positiv beeinflussen.“

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