Cybercrime-Versicherungen: "Viele zahnlose Deckungen"

Cybercrime-Versicherungen sollen Schäden wie sie etwa durch Hackerangriffe entstehen finanziell ausgleichen. Doch in der Praxis gibt es viele Ausschlussgründe, die Versicherungen im Schadensfall der Zahlungspflicht entbinden.

Cybercrime-Versicherungen: "Viele zahnlose Deckungen"

Vertrauensschäden oder die Mitversicherung bei grober Fahrlässigkeit werden bei Cybercrime-Versicherung mitunter nicht abgedeckt.

Institutionen und Unternehmen sind in der Corona-Krise mehr denn je von Hackerattacken bedroht. Sicherheitslücken werden schonungslos ausgenutzt. Das Bundeskriminalamt registriert aber bereits seit Jahren eine laufende Steigerung von Cybercrime-Delikte. Im Vorjahr stieg die Internetkriminalität demnach um 45 Prozent. In Wien nahmen die Anzeigen wegen „Betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs“ - etwa bei bargeldlosen Zahlungen mittels NFC-Funktion - um 372 Prozent oder wegen Erpressungen um fast 24 Prozent zu.

Die Versicherungsbranche reagiert darauf mit einem ganzen Bündel unterschiedlicher Angebote. Oft gibt es dfabei allerdings einen Haken. Benedikt Seipt von Seipt & Partner: „Da sich die Art und Weise der Cyberattacken täglich ändert decken viele Polizzen neuartige Bedrohungsszenarien nicht ab. Bei vielen Cyberversicherungsprodukten handelt es sich daher um Polizzen mit zahnlosen Deckungen.“

Worauf man achten sollte

Versicherungen finden seiner Erfahrung nach daher im Ernstfall häufig einen Ausschlussgrund, um nicht zahlen zu müssen. Wirklich sinnvoll hält Seipt daher nur vollwertige Crime-Deckungen, die Gefahren möglichst breit abdecken. Das betreffe etwa auch ,Vertrauensschäden` oder die Mitversicherung bei grober Fahrlässigkeit von Mitarbeitern.

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Unternehmen steigt zudem die Abhängigkeit von Technik, IT oder dem elektronischen Zahlungsverkehr. Kommt es in einem dieser sensiblen Bereiche zu einem Cyberangriff droht der Betriebsstillstand, im schlimmsten Fall der Konkurs. „Datensicherheit muss als Teil des unternehmerischen Risikomanagements gesehen und somit Chefsache werden“, betont Seipt.

Versicherungen für KMU

Cyberversicherungen lohnen sich auch für Klein- und Mittelbetriebe. Ist ein solches Unternehmen mehrere Tage lang nicht in der Lage, den Geschäftsbetrieb oder die Produktion aufrecht zu erhalten, kann ein Cyberangriff dessen Existenz bedrohen. Das gilt auch bei Verstößen gegen die DSGVO oder bei Verletzungen des Copyrights und von Lizenzen. „Oft passieren Fehler durch menschliches Versagen. Das typische ,Totschlag-Argument`, man hätte sowieso eine IT-Abteilung, gilt da nicht. Das wäre so, als würde man bei einem Brand den Brandschutzbeauftragten zum Löschen rufen“, erklärt Seipt.

Die Cybercrime-Versicherung sei eine gute Ergänzung zu klassischen IT-Sicherheitsmaßnahmen, ein zweites Sicherheitsnetz bei gezielten Angriffen, das den den präventiven Assistance-Gedanken, aber vor allem die professionelle Schadenbegleitung in den Mittelpunkt stellt. Seipt: „Es sollte für jedes Unternehmen ein individuelles Angebot geschnürt werden, das zukunftssicher ist und gleichzeitig alle Cybergefahren abdeckt.“

Im Falle einer sogenannten tagesaktuellen Deckungsvariante, durch die Versicherungsnehmer durch eine sogenannte ,Bestklausel` kommen, werden Versicherungsbedingungen flexibel gestaltet und der Deckungsschutz hält Schritt mit der sich täglich ändernden Gefahrenlage.Der Schutz umfasst außerdem auch auch Verstöße gegen die Geheimhaltungspflicht und den dadurch entgangenen Gewinn, Bußgelder von Datenschutzbehörden, Lösegelder und vieles mehr. Seipt: „Gerade mit Blick auf einen möglichen Betriebsstillstand sollte jede Cyberversicherung eine Vertrauensschadendeckung enthalten.“

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