Cybercrime: Neue Attacken in der Corona-Krise

Cyberkriminelle nutzen in der Corona-Krise gezielt Schwachstellen in Unternehmen-Netzwerken und Home-Offices aus. Angesichts neuer Betrugsfälle ist höchste Aufmerksamkeit angebracht.

Thema: Corona: Recht im Ausnahmezustand
Cybercrime: Neue Attacken in der Corona-Krise

Die fünfte Woche des Corona-Shutdowns. Viele Unternehmen und deren Mitarbeiter haben sich so gut wie möglich mit den Umständen arrangiert. Wo es möglich war wurden Home-Offices eingerichtet und nach den ersten Anlaufschwierigkeiten funktioniert die Online-Zusammenarbeit auch dank der technologischen Mittel - stabiler Internetverbindungen, Group-Calls, VPNs und Video-Konferenzen in den meisten Fällen auch ziemlich klaglos.

Allerdings werden die zur Verfügung stehenden technologischen Mittel nicht immer nur für gute Zwecke eingesetzt. Neue Fälle von zumindest versuchten Cyber-Attacken zeigen, dass höchste Vorsicht angebracht ist.

Wir raffiniert die Cyberkriminellen bei ihren Betrügereien vorgehen zeigt ein Betrugsversuch bei einem Unternehmen. "Ein Kunde unseres Klienten erhielt ein täuschend echtes E-Mail unseres Klienten. Der Kunde wurde darin gebeten, „wegen des Corona-Virus-Problems (COVID-19)“ Zahlungen auf das Konto einer (nicht existierenden) Firmenzentrale unserer Mandantschaft zu leisten", berichtet die Rechtsanwaltskanzlei Lansky, Ganzger & Partner.

In dem E-Mail waren dabei reelle Mitarbeiter beider Unternehmen erwähnt, die es zunächst glaubhaft erscheinen ließen, dass es sich dabei tatsächlich um eine von dem Unternehmen verschickte Nachricht handelt. Erst bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass das nicht der Fall war: In der E-Mail-Kennung war ein Buchstabe verändert worden ist außerdem war das Firmenlogo leicht abgeändert.

Besondere Vorsicht im Zahlungsverkehr

"Wir empfehlen, besonders die Unternehmensbereiche zu warnen, die mit Zahlungen befasst sind", betonen Gerald Ganzger und Gabriel Lansky. Gerade E-Mails, in welchen potentielle Zahlungsempfänger angebliche andere Konten bekanntgeben, sollten ganz genau geprüft werden und zur Sicherheit telefonisch mit dem absendenden Unternehmen Rücksprache gehalten werden.

Im Falle eines Betrugsversuchs sollte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht werden und die Meldestelle gegen Cyberkriminalität beim BMI verständigt werden. E-Mail: against-cybercrime <AT> bmi.gv.at


Für weitere Fragen zum Thema haben die Rechtsanwälte Lansky, Ganzger & Partner eine Online-Informationsseite unter lansky.at/de/newsroom/news/faq-corona/ erstellt und stehen für Nachfragen per E-Mail unter office <AT> lansky.at zur Verfügung.


Der Beitrag ist Teil einer Serie von Rechts-Tipps in Kooperation von trend.at und den Rechtsanwälten Lansky, Ganzger & Partner. Die bisher erschienen Beiträge finden Sie zusammengefasst im Thema "Corona - Recht im Ausnahmezustand".


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