CeBIT: Roboter, Intelligenz, fahrerlose Autos und Drohnen

CeBIT: Roboter, Intelligenz, fahrerlose Autos und Drohnen

Roboterlady Aila wird der CeBIT einen Besuch abstatten. Mittels Exoskelett werden komplizierte Bewegungen an den humanoiden Roboter übertragen - ideal für den Einsatz in für den Menschen gefährlichen Umgebungen.

Humanoide Roboter, fahrerlose Autos und Busse sowie Lieferdrohnen sind die Hauptattraktionen der heurigen IT-Leitmesse Cebit. Das Motto lautet "d!conomy - no limits". Ab Montag trifft sich die Fachwelt zur Vermessung der digitalen Welt. Doch klagt die Branche wie kaum zuvor über einen massiven Mangel an IT-Experten - wieder einmal. Partnerland ist heuer Japan.

Humanoide Roboter, Drohnen, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz: Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft stehen im Fokus der diesjährigen IT-Messe CeBIT 2017 (20.- 24. März) in Hannover. Die Organisatoren der fünftägigen IT-Messe wollen erneut dem eigenen Anspruch gerecht werden, wichtigste Leistungsschau der Digital-Branche zu sein.

Das Motto vom 20. bis 24. März lautet daher "d!conomy - no limits". Der englische Begriff für "grenzenlos" und das Kunstwort "d!conomy" - eine Fusion der englischen Begriffe für Digitalisierung und Wirtschaft - sollen die Dimension des alle Lebensbereiche erfassenden Leitthemas ausdrücken.

Die Spanne der Anwendungen reicht von Robotern mit runden Kulleraugen bis hin zu intelligenten Prothesen oder digitalen Altenpflegern und Türöffner-Chips, die nicht nur sprichwörtlich unter die Haut gehen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer mehr. Die Digitalisierung erlebbar machen ist der selbst gesetzte Ziel der Technologiemesse, die zahlreiche Anwendungsbeispiele für Versicherungen und Banken, Handel, den Gesundheitssektor, die öffentliche Hand oder den Automobilbereich verspricht.

Eine große Show mit Japan

Mit Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt diesmal Partnerland der CeBIT 2017. Mehr als 120 japanische Unternehmen werden auf dem Messegelände in Hannover (Niedersachsen) vertreten sein, darunter auch Konzerne wie Toyota.

Das asiatische Land ist unter anderem vorn dabei, wenn es um menschenähnliche Roboter geht. Sie sollen sich angesichts der alternden japanischen Bevölkerung unter anderem um die Seniorenpflege kümmern.

Die Society 5.0

Vor dem Hintergrund der technologischen Umwälzungen versucht die Regierung in Tokio unter dem Stichwort "Society 5.0" die japanische Gesellschaft grundlegend zu verändern. Ziel ist, die Basis für eine datengetriebene Industrie zu schaffen. Das setzt schon bei den Kindern in den Schulen an und überträgt sich in die Unternehmen. In Japan sind 450 deutsche Unternehmen mit Niederlassungen vertreten.

Zugleich machen der japanischen Elektronik-Industrie, die einst Konkurrenten in den USA und Westeuropa in Angst versetzte, inzwischen massiv Rivalen aus China und Südkorea zu schaffen.


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Die CeBIT will Trendbarometer und Impulsgeber für die digitale Welt sein. Sie hat sich in den vergangenen Jahren vom einstigen Magneten für alle Computer-Enthusiasten zur reinen Digital-Fachmesse für Geschäftskunden entwickelt.

Mangel an IT-Fachleuten

In der IT-Branche herrscht indes wieder einmal ein massiver Fachkräftemangel. Zumindest wird das so behauptet. Und auch die Arbeitsvermittler bestätigten, dass es bei IT-Beschäftigung Vollbeschäftigung gibt. "Die Arbeitsmarktlage für IT-Experten ist exzellent", sagt Ralf Beckmann von der Bundesagentur für Arbeit (BA). "Es herrscht Vollbeschäftigung."

Laut Branchenverband Bitkom können derzeit alleine in Deutschland 51.000 offene Stellen für IT-Experten nicht besetzt werden. Die Bitkom-Experten warnen bereits bedeutet das für die Gesellschaft Wohlstandsverlust. Ein vollzeitbeschäftigter Informatiker trägt laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) etwa 120.000 Euro zur Wertschöpfung bei - ein Durchschnittserwerbstätiger pro Jahr nur 68.000 Euro.

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