BlackBerry: Der Abschied einer Ikone

BlackBerry: Der Abschied einer Ikone

Als BlackBerry noch state-of-the-art war: Ex-US-Präsident Barack Obama war ein Power-User der E-Mail-Maschine.

Innovative Push-Mail-Funktionen machten die BlackBerry-Smartphones des kanadischen Unternehmens RIM nach der Jahrtausendwende zu absoluten Musts in Business-Kreisen. Dann wurde der Anschluss verpasst. Jetzt wird die Produktion wohl endgültig eingestellt.

Der Aufstieg war so rasant wie der Niedergang: Von 1999 bis in die Mitte der 2000er Jahre mischte das kanadische Unternehmen Research in Motion, kurz RIM, die Kommunikation in der Business-Welt auf. Mit der eigens entwickelten Push-Mail-Funktion und der Möglichkeit zum automatischen Kalenderabgleich sowie einer Tastatur zum schnellen Schreiben und Beantworten von E-Mails wurden die BlackBerrys des Unternehmens schnell zum Must in der Business-Welt.

Der Höhenflug manifestierte sich auch im Börsenkurs [ISIN CA7609751028]. Von Juli 2003 bis in den Juni 2008 stieg er von 3,40 Euro auf knapp 91 Euro. Dann aber bekamen die Kanadier die Konkurrenz durch die iPhones, Android-Smartphones und Instant-Messaging-Dienste zu spüren und die goldenen Jahre waren vorüber.

RIM gelang es nicht mehr, den BlackBerry in der neuen Smartphone-Welt zu positionieren. Die Verkaufszahlen brachen ebenso ein wie der Aktienkurs, der aktuell bei rund 5,60 Euro liegt.

Das eigene BlackBerry-Betriebssystem, das im Vergleich mit Apples iOS und Googles Android bald keine Rolle mehr spielte, wurde aufgegeben, die Geräte-Produktion an den chinesischen Hersteller TCL ausgelagert. Die Chinesen, deren Lizenz dafür im August ausläuft, haben nun angekündigt, den Verkauf der Geräte mit dem Auslaufen einzustellen.

Ein neuer Lizenznehmer wird für RIM angesichts des nur noch marginalen Interesses an den BlackBerrys wohl kaum mehr zu finden sein.

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