hub conference 2016: Auf ins Digitale Zeitalter

hub conference 2016, Berlin

hub conference 2016, Berlin

Am 22. November versammelte sich die digitale Avantgarde auf der hub conference in Berlin: Visionäre Masterminds, Vetreter von globalen Konzernen, von Start-ups und Hidden Champions. Über 2000 Teilnehmer aus 50 Ländern verfolgten die Vorträge der 130 Speaker.

Wir stehen am Beginn des Digitalen Transformation, der alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche umfassenden Digitalisierung. Noch kann niemand genau sagen, welche Auswirkungen die auf uns zukommenden Änderungen haben werden. Auf der hub conference, einer Konferenz des deutschen Digitalverbands Bitkom, wurden die Folgen der Digitalisierung und die damit einhergehenden disruptiven Geschäftsmodelle diskutiert.

Tenor der Konferenz: Das Industrielle Zeitalter ist vorbei, die Digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran. Treiber dafür sind die neuen Technologien des Internets, angefangen von der Vernetzung aller Dinge (IoT), über Virtual Reality (VR) und künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), bis hin zur Blockchain, die das Digitale Zeitalter nochmal komplett auf den Kopf stellt. Leadership und organisationale Aspekte werden dabei mittlerweile mitdiskutiert, um die Übergangsphase zwischen industrieller Ausrichtung und digitalen Dynamiken zu gestalten.

Bei der hub conference 2016, die aus dem 2012 erstmals veranstalteten Bitkom-Trendkongress hervorgegangen ist und sich seit 2015 an ein internationales Publikum richtet, wurden die aktuellen Trends in vier Strömungen zusammengefasst:

  1. Kunden und ihre veränderten Erwartungen in einer digitalen Welt, in der sich alles nach Belieben auf Knopfdruck so verändert
  2. Menschen, maximalen Handlungs- und Entscheidungsspielraum brauchen, um ihre Talente voll entfalten zu können.
  3. "Lebendige Produkte"
  4. Ein Paradigmenwechsel bei Geschäftsmodellen: Nicht nur rein betriebswirtschaftliche Ziele sollten formuliert werden, sondern auch ein Nutzen, ein Purpose, für alle, die für und mit dem Unternehmen oder Produkt arbeiten.

Digitale Transformation

Im Mittelpunkt der Mensch, oder eigentlich die Generation NOW oder Alpha (wie sie bezeichnet wurde), die geprägt vom digitalen Zeitalter klar neue Erwartungshaltungen an Produkte und Dienstleistungen hat: „they expect magic“, wie es Christoph Böhnke, Business Design Director von Fjord (Accenture) formulierte. Wird das nicht im ersten Eindruck eines Angebots erfüllt, ist die neue Generation gnadenlos, man surft (auch im übertragenden Sinn) weiter zum nächsten Anbieter. Was das für Organisationen bedeutet? Voraussetzung ist unglaublich hohe Beweglichkeit und Lernen in Echtzeit. Das "Scalable Learning", wie es John Hagel III. vom Deloitte Center for the Edge Innocvation formuliert.

Jeff Jarvis, Director CUNY Center for Entrepreneurial Journalism, talks about the role of political journalism and why blockchain technology is so promising at the hub conference in Berlin, 22 November 2016.

Präsentiert wurden unterschiedliche Ansätze von IngDIBA, die das Innovationsprogramm PACE, ins Leben gerufen hat, das Rahmen für die Umsetzung oder zumindest das Prototypen neuer Ideen innerhalb von zwölf Wochen bietet. IngDIBA wurde dafür mit dem deutschen Award für Digital Leadership ausgezeichnet.

Die Deutsche Telekom hat wiederum eine eigene Beratungsunit (Detecon) eingerichtet, um den sieben Albträumen der Digitalisierung zu begegnen, wie es Heinrich Arnold, Leiter der Telekom Innovation Laboratories, formulierte. Was so schwer falle, sei die Entscheidung, wo anzufangen, weil alle sieben Bereiche gleichsam wichtig und anstrengend sind: Von der Strategie Entwicklung, über das erforschen einzelner Technologie, neuer Arbeitsmethoden wie Design Thinking & Prototyping, Symptom-basierter Sofortmaßnahmen, der Ergänzung des Executive Levels um Digitale Kompetenzen (CDO), dem Zusammenspiel mit Start-ups und dem Prozess Re-Engeneering.

Der durch Kritik am Kundendienst von Dell und das Buch "What would Google do?" bekannt gewordene Journalist Jeff Jarvis rundete die Konferenz ab, mit einem unmissverständlichen Aufruf an Europa, das Leadership für Digitale Innovationen zu übernehmen. Vor allem in Hinblick darauf, dass in den nächsten vier Jahren, in Amerika ein innovationsfeindliches Klima zu erwarten ist.

Womit also anfangen? Jedenfalls anfangen, das war die Devise. Egal wo. Anfangen, Erfahrungen machen und lernen. In Technologien, neuen Arten zu Arbeiten und Gestaltung der Customer Experience. Auf ins Digitale Zeitalter, es wartet nicht auf uns.

Kommentar
Peter Schentler, Principal Horváth & Partners Österreich

Management Commentary

Warum niedrige Zinsen für CFOs kein Thema mehr sind

Ravin Mehta, Gründer von "The unbelievable Machine Company" (*uM)

Digitalisierung: Vorwärts in die Zukunft

Big Data, big Business: "Daten sind besser als Öl"

Digitalisierung: Vorwärts in die Zukunft

Künstliche Intelligenz: Keine Angst vor denkenden Computern