Apple zahlt eine Milliarde für Intels Smartphone-Modemsparte

Apple zahlt eine Milliarde für Intels Smartphone-Modemsparte

Apple übernimmt die Geschäftssparte Smartphone-Modems von Intel und zahlt dafür rund eine Milliarde Dollar. Die Chips werden für die nächsten iPhone-Generationen in den 5G-Netzen benötigt.

Apple (US0378331005) kauft Intel (US4581401001) die Mehrheit seiner auf Smartphone-Modems spezialisierten Sparte ab und sichert sich damit die Technologie für ein wesentliches Bauteil in den künftigen, schnellen 5G-Netzen. Die Modems sorgen dafür, dass sich die Smartphones in Mobilfunk-Netze einwählen können, was sie zu einem zentralen Bauteil macht, dessen Bedeutung mit 5G weiter zunimmt.

Bisher war Apple bei Modems stark auf Zulieferer angewiesen. Man bezog diese vor allem von Qualcomm (US7475251036) und Intel. Mit Qualcomm führt Apple allerdings seit längerem einen Patent-Streit, der Apple zurückgeworfen hatte. Apple hatte dem Chip-Spezialisten unter anderem überhöhte und unfaire Preise vorgeworfen, Qualcomm mit dem Vorwurf der Patentverletzung gekontert.

Strategische Absicherung

Der Zukauf passt zu Apples Strategie, die wichtigsten Technologien für seine Geräte selbst in der Hand zu haben. Das Paradebeispiel dafür war die Entscheidung, die Prozessoren für seine iPhones und iPads sowie die Apple Watch selbst zu entwickeln. So kann der Konzern die Leistung und Architektur der Chips besser an die Bedürfnisse der Geräte anpassen. Dabei konnte Apple mehrfach die Innovationstempo vorgeben. Zum Beispiel bekamen die iPhones als erste Smartphones Chips mit 64-Bit-Technologie für mehr Leistung sowie Prozessoren auf Basis von 7-Nanometer-Technik, bei der Schaltkreise enger gesetzt werden können.

Mit der Kontrolle über die Intel-Sparte kann Apple nun auch eigene Smartphone-Modems entwickeln.

Mit der etwa eine Milliarde Dollar schweren Übernahme wechseln rund 2200 Mitarbeiter zu Apple, viele davon in Deutschland. Intel wird trotz der mehrheitlichen Übernahme durch Apple weiter eigene Mobilfunk-Modems, etwa für PCs, autonome Autos sowie vernetzte Geräte im Internet der Dinge entwickeln.

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