Amazon sendet Videos statt Glotze

Amazon sendet Videos statt Glotze

Amazon will sich über eine Video-Plattform ein eigenes Werbefenster öffnen.

Amazon will Fernsehen und YouTube Konkurrenz machen. Amazon will sich mit einer offenen Werbeplattform eine neue Erlösquelle erschließen und dort Werbung flankieren.

Seattle/Mountain View. Amazon will mit einer neuen Plattform für TV-Sendungen dem klassischen Fernsehen und der Google-Videoplattform YouTube mehr Konkurrenz machen. Über das Selbstbedienungs-Portal könnten Videoanbieter ihre Inhalte Amazon-Kunden in Deutschland, den USA, Großbritannien, Österreich und Japan direkt präsentieren.

Grundsätzlich können die Sendungen dabei für Kunden von Amazons Abo-Dienst Prime ohne zusätzliche Kosten gezeigt werden. Die Inhalte-Anbieter bekämen dann Nutzungsgebühren entsprechend der Gesamtdauer der Streams, wie Amazon am Dienstag mitteilte. Ansonsten können die Videos auch an alle Amazon-Nutzer verkauft oder vermietet werden.

In den USA ist es zusätzlich möglich, die Inhalte allen Amazon-Kunden werbefinanziert zu zeigen. Damit greift der Online-Händler neben klassischen TV-Kanälen auch die dominierende Videoplattform YouTube an. Aus einem eine Million Dollar (877.577,89 Euro) schweren Fonds soll es zusätzlich Bonuszahlungen für die Anbieter der 100 populärsten Videos bei Amazon Video Direct geben, hieß es.

Amazon ist bereits einer von mehreren Anbietern, die Filme und Serien auf Abruf für eine monatliche Abo-Gebühr zugänglich machen. Diese Streaming-Dienste sind schon ein Konkurrent für die klassische TV-Nutzung, weil sie die Fernsehzeit der Nutzer einnehmen.

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