Agenda 2025: Wiens digitale To-do-Liste

Mit der Digital Agenda 2025 hat die Stadt Wien einen ehrgeizigen Fahrplan für die Digitalisierung in allen Bereichen der erstellt. Die Leitprojekte der digitalen Strategie der Stadt Wien.

Agenda 2025: Wiens digitale To-do-Liste

Kurz vor Beginn der Corona-Pandemie, im Herbst 2019, hat die Stadt Wien ihre neue Digitale Agenda 2025 vorgestellt. Die dritte, überarbeitete Version der erstmals 2014 ausgegebenen Marschrichtung für den Weg in digitale Zukunft. Sieben Handlungsfelder - Sicherheit, Service, Wissen, Arbeitswelt 4.0, Wirtschaft, Infrastruktur und Steuerung - Leitprojekte und mittelfristige Schwerpunkte wurden darin definiert, um die Stadt zu einer digitalen Vorzeigestadt zu entwickeln.

Die nur wenige Monate darauf folgenden Lockdowns haben in vieler Hinsicht aufgezeigt, wie essenziell und notwendig die Digitalisierung für das Zusammenleben und die Wirtschaft der Stadt ist. Ob Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Lebensmittel- und Energieversorgung oder die Verwaltung mit ihren Magistratsabteilungen - sie alle hängen an den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, dem Rückgrat und Nervensystem der Digitalisierung.

Und die Pandemie hat auch vor Augen geführt, wie durch neue Konzepte und Lösungen allgemein zugängliche, benutzerfreundliche Angebote und Dienstleistungen geschaffen werden können, die das Leben aller Bewohner der Stadt einfacher, sicherer und angenehmer machen. Technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning oder Augmented Reality bieten enorme Chancen für eine innovative Stadtverwaltung.

Ziele der Digitalen Agenda 2025

  • Langfristige strategische Steuerung des Veränderungsprozesses hin zur Etablierung der Stadt Wien als „Digitalisierungshauptstadt“
  • Optimale Nutzung neuer Technologien zur Erreichung der „Smart-City-Ziele 2050“
  • Stärkung der wachstumsstarken IKT-Branche bei gleichzeitiger Wahrung der gesellschaftlichen Fairness
  • Partizipation und Einbindung der WienerInnen bei der voranschreitenden Digitalisierung der städtischen Serviceleistungen
  • Nutzung enormer Chancen für die digitale Stadtverwaltung
  • Auf- und Ausbau modernster Infrastruktur, die so energie- und ressourcenschonend wie möglich betrieben wird, bei gleichzeitiger Wahrung von Sicherheit, Vertrauen und Schutz

Wirtschaftsfaktor Digitalisierung

Zudem ist die IKT-Branche der Internet- und Kommunikationstechnologie zu einem sehr bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Wien geworden. rund 6.000 Unternehmen, die diesem Sektor zugeordnet werden können, geben 54.000 Mitarbeitern Arbeit und erwirtschaften gemeinsam Umsätze von rund 20 Milliarden Euro.

Wobei die Digitale Agenda aber nur Teil einer noch weiter reichenden, umfassenden Smart City Rahmenstrategie ist, in der die Ziele für die Themen Energie, Mobilität, Gebäude, Infrastruktur und Technologien wie auch Gesundheit, Bildung, Soziales und Chancengleichheit bis 2050 definiert wurden. Zudem soll die digitale Infrastruktur der Stadt, so energie- und ressourcenschonend wie möglich betrieben werden. Der Energiebedarf für die Digitalisierung und die Bereitstellung digitaler Services soll bis 2030 zu drei Viertel und 2050 schließlich vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden - auch hier ist die Stadt Vorreiter.


Leitprojekte der Digitalen Agenda 2025

  1. Bereich Sicherheit.

    Mit dem Security Hub Wien sollen nachhaltige Rahmenbedingungen geschaffen werden, um hochqualifiziertes IT-Security-Personal auszubilden und zu fördern sowie ein nachhaltiges Netzwerk zu etablieren.

    Mit dem Leitprojekt „Informationssicherheit für WienerInnen“ wird mittels e-Learning die eigene IT-Sicherheits-Kompetenz gestärkt. Dazu arbeitet die Stadt an Schwerpunkten im Bereich Blockchain, Datenschutz, Verschlüsselung.

  2. Bereich Service.

    Ausbau des digitalen Stadtservices „mein.wien“ als zentraler Hub für alle Amtswege und die Etablierung der „GrätzlMap“ als lokales Informationsservice. Der „Digitale Verfahrensstatus“ wird Behördenverfahren in Zukunft erleichtern. Die Prüfung, z. B. von Schanigärten, kann bald mithilfe eines digitalen Ortsaugenscheins vom Schreibtisch der Stadt-Bediensteten aus erledigt werden.

    Weitere Schwerpunktprojekte gibt es in den Bereichen Partizipation, smartes Wohnen, im „Digital Health“-Bereich, beim Kultur- und Freizeitangebot, sowie in der vernetzten und autonomen Mobilität.

  3. Bereich Wissen.

    Die wichtigsten Projekte in diesem Feld sind der „Digitale Unterricht“ und das „Digitale Klassenzimer“. Experten aus der Praxis bringen im Rahmen der „DigitalCity.Wien-Bildungsinitiative“ IT-Kompetenzen in die Schulen. Bildungsstätten werden mit leistungsfähigen WLANs ausgestattet, mobile Devices werden in den Unterricht integriert. Die Stadt Wien fördert zudem die Forschung für den „Digitalen Hotspot Wien“.

  4. Bereich Arbeit.

    Schwerpunkte sind die „Sharing-Economy-Strategie“, die Förderung des digitalen stationären Handels, ein Digitalisierungspakt der Stadt Wien mit den Sozialpartnern und das Weiterbildungsprogramm „Digi-Winner“, das der WAFF – Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds umsetzt.

  5. Wirtschaft.

    Ausbau von „DigitalCity.Wien“ als Vernetzungsplattform für Innovationstreiber. Mit Projekten wie dem Forschungsprojekt „WAALTeR“ zu neuen, digitalen betreuten Wohnformen sollen die Innovationen auch den Bürgern über 65 zugutekommen. Der weitere Ausbau der digitalen Leistungsschau der IKT-Unternehmen bei den „Digital Days“, die Unterstützung der GAME CITY und generell die Unterstützung und Vernetzung von EntwicklerInnen sollen den IKT-Wirtschaftsstandort weiter stärken.

  6. Infrastruktur.

    Für die intelligente Vernetzung der Stadt wurden verschiedene IoT- und KI-Projekte gestartet, wie zum Beispiel der Aufbau von IoT-Netzwerken. Zudem forciert die Stadt Wien die intelligente Verkehrsteuerung mittels Sensoren und Videoanalysen, die Ausrüstung der Ampelanlagen mit Wetter- und Umweltsensoren und die positioniert sich mit dem Einsatz der 5G-Technologie als Vorreiterin auf diesem Gebiet.

  7. Steuerung.

    Zur Koordination aller Digitalisierungsprojekte wurde eine mit externen Experten besetzte Steuerungsgruppe eingerichtet und in allen städtischen Dienststellen die Stabstelle des Digital Officers geschaffen. Die neu geschaffene „Magistratsabteilung 01 (MA 01 – Wien Digital)“ wird als zentrale Drehscheibe der Digitalisierung ausgebaut.

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