Wien macht bei EU für leichtere KMU-Finanzierung Druck

Wien macht bei EU für leichtere KMU-Finanzierung Druck

Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) fordert leichteren Zugang für KMU-Kredite

Staatssekretär Mahrer thematisiert KMU-Kredite beim informellem EU-Wettbewerbsfähigkeitsrat in Bratislava. Das Thema soll bei nächstem Rat dann offiziell auf Tagesordnung sein.

Wien/Bratislava. Österreich hat am Montag beim informellen EU-Wettbewerbsfähigkeitsrat in Bratislava eine leichtere Risiko- und Wachstumsfinanzierung für kleine und mittlere Betriebe (KMU) thematisiert. Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) fordert, dass KMU leichter an Kredite kommen müssen, vor allem um in den nächsten Jahren den Trend der Digitalisierung mitzugehen und nicht zu versäumen.

Es gehe um ein "breites Bekenntnis zu den KMU und um die Erhöhung der Geschwindigkeit" für Erleichterungen in der Finanzierung. Das Thema liege nicht nur beim Ecofin, Österreich wolle auf breiterer Ebene Druck für eine einfachere Mittelstandsfinanzierung machen, so Mahrer. Daher forderte er beim informellen Treffen in der Slowakei auch, dass das Finanzierungsthema beim kommenden formellen Wettbewerbsfähigkeitsrat Ende September auf die Tagesordnung muss.


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Mahrer ist überzeugt, dass die Vorschriften für Banken zu streng sind, um passende Kredite zu vergeben. Er unterstützt die Idee der Reduzierung von Eigenkapitalunterlegungspflichten für Banken bei KMU-Krediten. "Die Vorschriften sind zu streng", so Mahrer im APA-Gespräch. "Sie verhindern, dass ausreichend Kredite zu attraktiven Bedingungen für die KMU zur Verfügung gestellt werden."

Dass diese Bestrebungen einer Umsetzung harren, kritisiert der Staatssekretär als "Schneckentempo. Wir wollen aber nicht mehr länger zuwarten, den Druck erhöhen. Bis 2017 muss sich hier etwas ändern." Um dafür zu lobbyieren, traf Mahrer heute auch den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Jyrki Katainen. Der Aktionsplan der EU-Kommission zur Kapitalmarktunion müsse zudem auch ambitionierter werden, so der heimische Politiker. Statt jahrelanger Studien brauche es Beschlüsse und Umsetzungen. "Ich gehe davon aus, wie eine Reihe von Vorgesprächen zeigen, dass wir hier viele Unterstützer haben werden", hofft Mahrer.

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