Unternehmen schulden dem Staat 8 Milliarden Euro

Unternehmen schulden dem Staat 8 Milliarden Euro

Unternehmen stehen beim Staat mit 3.Milliarden Euro Umsatzsteuer in der Kreide. Nur ein gutes Fünftel der gesamten Steuerforderungen sind sofort vollstreckbar.

Wien. Die Unternehmen in Österreich hatten Ende 2018 beim Staat rund 8 Mrd. Euro Steuerschulden, etwa so viel wie auch in den Jahren 2016 und 2017. Das gab Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ bekannt.

Vollstreckbar sind von diesen Steuerschulden zunächst nur 1,68 Mrd. Euro. Für diese wurde bereits ein Rückstandsausweis ausgestellt, mit dem die Schulden gerichtlich exekutiert werden können. Die restlichen Abgabenrückstände sind entweder noch nicht fällig (1 Mrd. Euro) oder die Einhebung bzw. Einbringung ist ausgesetzt - etwa wegen Insolvenz - oder das Verfahren befindet sich noch im Mahnstadium.

Der Großteil Steuerschulden entfällt auf die Umsatzsteuer, hier waren Ende 2018 noch 3 Mrd. Euro offen. Weiters wurden 1,5 Mrd. Euro an Einkommensteuer sowie 342 Mio. Euro Lohnsteuer nicht abgeführt, ebenso fehlen noch 974 Mio. Euro an Körperschaftsteuer. Dahinter folgen bereits 676 Mio. Euro an Glücksspielabgabe, die noch nicht an den Staat überwiesen wurden.

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