Sanierungsplan für Steirerfrucht und Apfel-Land angenommen

Die Gläubiger sollen bis Ende August eine Barquote von 20 Prozent erhalten. Die Erzeugerorganisation OPST will das Unternehmen übernehmen und wird so zum Direktvermarkter.

Sanierungsplan für Steirerfrucht und Apfel-Land angenommen

St. Ruprecht/Raab/Unterfladnitz. Der Sanierungsplan für die beiden insolventen oststeirischen Obsthandelsunternehmen Steirerfrucht und Apfel-Land in St. Ruprecht/Raab und Unterfladnitz ist am Dienstag von den Gläubigern angenommen worden. Sie sollen bis Ende August eine zwanzigprozentige Barquote der Forderungen von rund 33 Mio. erhalten. Dies teilten die Kreditschützer KSV 1870 mit.

Rund 180 Gläubiger hatten bei der Firma Steirerfrucht rund 22 Mio. Euro und bei der Apfel-Land Fruchtlogistik rund 10,7 Mio. Euro Forderungen angemeldet. Die beiden Unternehmen, die im März dieses Jahres in die Insolvenz geschlittert waren, beschäftigen zusammen 113 Dienstnehmer (davon 97 die Apfel-Land Fruchtlogistik). Die Übernahme durch die oststeirische OPST Obst Partner Steiermark GmbH mit Sitz ebenfalls in St. Ruprecht/ Raab soll die Arbeitsplätze erhalten.

Die Finanzierung der Sanierungspläne soll durch die Verwertung des gesamten Anlage- und Umlaufvermögens beider Gesellschaften finanziert werden. Als Käufer habe sich die Firma OPST Obst Partner Steiermark GmbH herauskristallisiert - eine lokale Erzeugerorganisation von rund 600 Obstbauern. Bisher lieferte die OPST die Ware der Bauern an die Steirerfrucht, durch die Übernahme wird die Erzeugerorganisation künftig zum Direktvermarkter.

Die Übernahme der beiden Unternehmen soll laut Informationen der AKV in den kommenden zwei Monaten umgesetzt werden. Es sei beabsichtigt, den gesamten Personalstand zu halten.

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