Garnhersteller Borckenstein: Sanierungsplan akzeptiert

Der oststeirische Garnhersteller Borckenstein GmbH hat am Montag einen wichtigen Schritt zum Fortbestand gesetzt: Die Gläubiger akzeptierten einstimmig den Sanierungsplan. Dieser sieht eine 20-prozentige Quote vor, wie der KSV1870 mitteilt.

Garnhersteller Borckenstein: Sanierungsplan akzeptiert

Der Sanierungsplan sieht für die Gläubiger vor, dass diese eine 20-prozentige Quote erhalten, davon 3 Prozent in bar, zahlbar binnen 14 Tagen ab rechtskräftiger Aufhebung des Sanierungsplans. Die restlichen 17 Prozent sind zahlbar in drei Raten und zwar 3 Prozent 3 Monate, 5 Prozent 12 Monate und 9 Prozent 24 Monate ab Annahme des Sanierungsplans. Der Sanierungsplan wurde von allen anwesenden Gläubigern angenommen, die berücksichtigten Forderungen betragen circa 22,8 Millionen Euro.

„Aus heutiger Sicht ist die Finanzierung des schuldnerischen Unternehmens stabil und soll nach rechtskräftiger Aufhebung des Sanierungsverfahrens das Working Capital des Unternehmens durch eine zugesagte Einräumung eines Lieferantenkredites gesichert sein“, so Georg Ebner vom KSV1870: Die Annahme des Sanierungsplans durch die Gläubiger ermögliche letztlich den Fortbetrieb des Unternehmens und somit die Weiterbeschäftigung von rund 152 der ursprünglich 286 Dienstnehmer.

Nachdem am 11.02.2016 dem Sanierungsplan der Firma Schirnhofer Gesellschaft m.b.H. und am 31.05.2016 den Sanierungsplänen der Firmen „Steirerfrucht Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG“ und „Apfel-Land Fruchtlogistik GmbH“ von der Mehrheit der Gläubiger die Zustimmung erteilt wurde, sei mit der Annahme des Sanierungsplanes der Borckenstein GmbH die Weiterführung des dritten großen Unternehmens in der oststeirischen Region möglich, heißt es vom KSV1870.

Wie trend.at im Februar berichtete, war Borckenstein mit einer Überschuldung von 7,4 Millionen Euro in die Insolvenz geschlittert. Die Passiva betrugen 30,2 Millionen Euro, die Aktiva 22,8 Millionen Euro. Rund 200 Lieferanten und Gläubiger sind von der Pleite betroffen. Der Jahresumsatz des Unternehmens hat zuletzt rund 55 Millionen Euro betragen, doch seit 2012 wurden Verluste verzeichnet.

Informationen zu dieser und anderen Insolvenzen finden Sie auf den Seiten des KSV1870.

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