Große Unterschiede bei Wohnkrediten - Tipp: Gebühren verhandeln

Bei einer ausgeliehenen Summe von 200.000 Euro können sich Konsumenten bis zu 20.000 Euro ersparen. Es kommt dabei auf die Bonität an.

Große Unterschiede bei Wohnkrediten - Tipp: Gebühren verhandeln

Wien. Bei Wohnkrediten schwanken die Kosten enorm, sagt die Arbeiterkammer. Bei einem Hypothekarkredit in Höhe von 200.000 Euro und einer Laufzeit von 25 Jahren können sich Verbraucher bis zu 20.000 Euro ersparen. Die AK rät zum Verhandeln bei Zinsen und Spesen. Viel hängt von der Bonität ab.

Bei "ausreichender" Bonität betragen die variablen Sollzinsen derzeit 1,375 bis 2,125 Prozent, bei "bester" Bonität schwanken sie zwischen 1,125 und 1,5 Prozent, ergab ein AK-Test bei sieben Wiener Banken. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 1 bis 2 Prozent, die Kontoführungsgebühr kommt auf 6,76 bis 20 Euro pro Quartal. Dazu kommen noch einmalige Kosten, hier vor allem die Schätzkosten der Immobilie, die mehr als 700 Euro ausmachen können.

Die Banken bieten auch Fixzinssätze für zehn Jahre an, sechs Geldinstitute auch für 15 Jahre und nur zwei für 20 oder mehr Jahre. Bei einer Dauer von zehn Jahren betragen die Fixzinsen bei "bester" Bonität zwischen 1,375 und 2,375 Prozent, bei "ausreichender" Bonität sind zwischen 1,625 und 2,75 Prozent zu berappen.

Groß sind die Unterschiede auch bei den einmalig zu Vertragsbeginn anfallenden Nebenkosten: Bei einer Kreditsumme von 200.000 Euro sind es bestenfalls "nur" 4.790 Euro (2,4 Prozent), schlimmstenfalls 7.680 Euro (3,8 Prozent).

Hypothekarkreditnehmern rät die Arbeiterkammer, sämtliche Konditionen und Nebenkosten zu verhandeln. Beim Erstgespräch sollten Konsumenten ein Musteroffert verlangen. Und: Wenn es mehrere Kreditnehmer oder Bürgen gibt, "fragen Sie bei der Bank nach, unter welchen Voraussetzungen persönlich haftende Personen aus dem Kredit entlassen werden können", so die AK am Donnerstag in einer Aussendung.

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