Lohnt sich die Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto?

Lohnt sich die Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto?

Das gute alte Sparbuch trägt schon länger keine nennenswerten Zinsen mehr. Wer mit seinem Spargeld Rendite erzielen will, ohne sich den Risiken des Aktienmarktes auszusetzen, hat dennoch einige Alternativen. Die praktischste Variante, bei der das Geld jederzeit zur Verfügung steht, ist das Tagesgeldkonto.

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Die Unterschiede zwischen dem Sparbuch und dem Tagesgeldkonto sind relativ gering. Beim Tagesgeldkonto fehlt das wohlige Gefühl, ein kleines Büchlein mit eingedruckten Beträgen zuhause in der Schublade aufzubewahren. Dafür steht das auf dem Tagesgeldkonto angesparte Guthaben jederzeit komplett zur Verfügung, während vom Sparbuch nur eine gewisse Summe abgehoben werden kann. Kann beispielsweise der komplette Familienurlaub in Höhe von 3.000 Euro nicht vom Sparkonto bezahlt werden, ist es kein Problem, den Gesamtbetrag auf einmal vom Tagesgeldkonto aufs Sparkonto zu transferieren. Beim Sparbuch gilt dagegen ein Höchstbetrag von 2.000 Euro pro Monat.

Ein weiteres Argument für das Tagesgeldkonto: Viele junge Direktbanken locken in der aktuellen Niedrigzinsphase mit weit besseren Zinssätzen als die großen Banken in Österreich. Diese Direktbanken bieten jedoch meist nur Tagesgeldkonten mit günstiger Verzinsung an und geben gar keine Sparbücher mehr heraus. So liegen die Zinssätze beim Sparbuch bei 0.01% (wenn überhaupt), während die Direktbanken Zinsen von bis zu 0,7% oder sogar 0,9% bieten. Wer eine Summe von 5.000 Euro anlegt, bekommt dann immerhin noch 35 beziehungsweise 45 Euro Zinsen gutgeschrieben. Das reicht schon für ein Abendessen oder den Kauf eines neuen Kleidungsstückes.

Österreicher lieben ihre Sparbücher

Das Sparbuch ist noch immer die beliebteste Anlageform in Österreich: 76% der Österreicher haben mindestens ein Sparbuch in der Schublade liegen, auch wenn sie keine Zinsen mehr für ihr Guthaben bekommen. Andere Sparformen gewinnen jedoch zunehmend an Boden. Neben Tagesgeldkonten stehen auch Wertpapiere und Festgeldkonten hoch im Kurs, während der große Bitcoin-Hype die meisten kalt lässt. Zu groß ist hier die Furcht vor einem Platzen der Blase.

Festgeldkonten sind gegenüber den Tagesgeldkonten in der Regel besser verzinst. Bis zu 1,6% sind hier drin. Der Haken an der Sache: Das Geld muss über einen längeren Zeitraum fest angelegt werden. Je länger dieser Zeitraum und je größer die Summe, umso höher die Zinsen. Für die Banken ist es schließlich attraktiv, wenn ihnen Kunden 20.000 Euro über Monate hinweg fest zur Verfügung stellen. Für den Anleger ist dies jedoch nur von Interesse, wenn der Betrag über die Laufzeit hinweg entbehrt werden kann. Der letzte Notgroschen von 5.000 Euro gehört nicht aufs Festgeldkonto sondern aufs Tagesgeldkonto, wo das Geld stets zur Verfügung steht.

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