"Alt-Wien"-Kindergärten: Masseverwalter stellt Weichen für Verwertung

Nach Beginn des Insolvenzverfahrens über die "Alt-Wien"-Kindergärten ist Masseverwalter Philipp Dobner mit der ordnungsgemäßen Abwicklung der Causa befasst. Fünf von 33 Standorten wurden inzwischen geschlossen - jedoch nicht unbedingt für immer. Denn Übernahmeangebote seien bereits eingetrudelt, sagte Dobner. Eine erste Vorentscheidung könnte es schon am Dienstag geben.

"Alt-Wien"-Kindergärten: Masseverwalter stellt Weichen für Verwertung

Denn für den morgigen Nachmittag hat der Masseverwalter bereits eine erste Sitzung des Gläubigerausschussses anberaumt, um über den aktuellen Stand zu informieren. "Dabei kann es auch eine erste Vorentscheidung über die Verwertung und Übernahme von Standorten durch andere Träger geben", sagt der Jurist. Denn der Zeitdruck sei groß: "Die laufenden Kosten sind enorm."

Dobner sieht zwei mögliche Szenarien: Entweder es kommt zu einer Gesamtübernahme aller Kindergärten oder einzelne Standorte werden separat verwertet, wobei hier eben die Schließung der jeweiligen Standorte, wo nur noch wenige oder gar keine Kinder untergebracht sind, eine Voraussetzung sei. Angebote für Einzelübernahmen lägen jedenfalls bereits vor.

Der Masseverwalter gab allerdings zu bedenken, dass Interessenten ein gewisses Risiko einpreisen müssten. Denn die Informationslage etwa hinsichtlich Geschäftsunterlagen sei derzeit weiterhin äußerst dünn.

Um eine möglichst sanfte Übergangsphase zu ermöglichen, hat die Stadt bekanntlich noch einmal finanzielle Hilfe zugesagt. "Es ist üblich bei Insolvenzen, dass wir das machen", so eine Sprecherin der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ). Sie betonte, dass es sich dabei um eine Pro-Kind-Förderung, die wöchentlich abgerechnet werde, handle und das Geld auch nicht an den Verein, sondern an ein Treuhandkonto des Masseverwalters gehe. Laut Rathaus sind derzeit noch 900 bis 1.000 Kinder in "Alt-Wien"-Kindergärten gemeldet.


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