Konzeptauto von Bosch: Wenn das Auto die Haustür öffnet

Wer sich künftig vom Auto chauffieren lässt, hat viele technische Möglichkeiten die Zeit mit zahlreichen Anwendungen zu nutzen.

Wer sich künftig vom Auto chauffieren lässt, hat viele technische Möglichkeiten die Zeit mit zahlreichen Anwendungen zu nutzen.

Bosch hat das Auto der Zukunft vorgestellt. Die neuen Entwicklungen machen nicht nur das Reisen extrem komfortabel, auch Services für die eigenen vier Wände und dessen Überwachung wird in die neue Fahrwelt einbezogen.

Der deutsche Technikkonzern Bosch, unter anderem einer der großen Autozulieferer weltweit, hat die Zukunftsperspektiven für Autofahrer wieder ein Stück weiter gedreht. Die wichtigsten Innovationen des nun präsentierten Konzeptauto im Überblick:

Per Fingersensor von der Autobahn aus die Haustür öffnen

Das Auto wird sich künftig auch mit anderen Domänen verbinden können, etwa dem eigenen Haus. Wenn dort jemand klingelt, schaltet sich das Auto in die Gegensprechanlage. Per Fingerabdrucksensor kann so von der Autobahn aus sogar die Tür geöffnet werden – zum Beispiel für einen Paketboten, der dann in einen Schleusenbereich vorgelassen wird. Der Empfang des Pakets kann ebenfalls per Fingerabdruck bestätigt werden. Voraussetzung ist jeweils die Funktion für automatisiertes Fahren.

Aktuelle Videoaufnahmen vom Eigenheim im Auto abrufbar

Wird schließlich das Zuhause erreicht, verbindet sich das Auto erneut mit dessen Sicherheitssystem. So kann der Fahrer vor der Fahrt auf sein Grundstück einerseits die Bilder der Außenkameras seines Zuhauses abrufen, sich aber auch sein direktes Fahrzeugumfeld über die bordeigenen Kameras ansehen. Dies verhindert, dass sich unerwünschte Personen hinter dem Auto mit auf das Grundstück schleichen. Insbesondere in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis sind das attraktive Features. Und sind die Passagiere schließlich ausgestiegen, fährt das Auto ganz allein in die Garage – bereit zur nächsten Fahrt.

Wie sich Passagiere beschäftigen können, wenn das Auto selbst fährt

Sobald das Auto dem Fahrer anzeigt, dass hochautomatisiertes Fahren möglich ist, kann es los gehen. Zuerst legt man für drei Sekunden den Daumen auf entsprechende Kontaktfläche links und rechts am Lenkrad - dann übernimmt das Auto.

Dann kann man via Cloud Verkehrs- und Wetterinformationen in Echtzeit zugreifen, auf Facebook und anderen Social-Media-Foren sich vergnügen oder das Büro ins Auto verlegen. Man kann sich etwa Bilder einer Videokonferenz ansehen, Emails lesen und verfassen oder Mediaplayer nutzen. Die Anwendungen lassen sich mit einer einfachen Wischgesten zwischen den verschiedenen Displays hin- und herschieben. Lernfähige Algorithmen passen die Inhalte an die Gewohnheiten und Situationen an. „Neben den eigenen vier Wänden und dem Büro wird das Auto damit zum dritten Lebensraum und persönlichen Assistenten“, so Bosch-Chef Volkmar Denner.

Auto erkennt Fahrer am Fingerabdruck

Der Fahrer identifiziert sich per Fingerabdruck und kann das Auto starten, während die individuellen Einstellungen aus dem Speicher übernommen werden.

Innenraum-Beleutung warnt vor Gefahren

Um diese Bedingkonzepte als Fahrer leichter handhaben zu können, wir die übliche Front- und Mittelkonsolen durch großflächige Displays ersetzt, die alle Informationen darstellen können. Neu ist auch die Innenraum-Beleuchtung, die das Anzeigendisplay ergänzt. Die dargestellte Farbe passt sich einerseits den Vorlieben des Fahrers an, warnt aber auch vor Gefahren: Droht ein Fußgänger oder Radfahrer die Fahrbahn zu kreuzen, lenkt die Innenraumbeleuchtung durch schnelles Blinken links oder rechts die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die entsprechende Seite. Diese Funktion ergänzt damit Sicherheitsfunktionen wie Spurhaltehilfe und Notbrems- und Stauassistenten.

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