Warum sich der Brexit für englische Autobauer auszahlen dürfte

Nicht alle Unternehmen Hersteller in UK dürften unter dem Brexit leiden. Für britische Autohersteller könnte sich der EU-Ausstieg sogar als Glücksfall erweisen. Für Magna Steyr ebenso.

2017 wird der neue F-Type von Jaguar eingeführt. Besonders schick: Die neue 400 Sport Edition mit 400 PS und einem 6-Zylinder-Kompressor. Der Verkauf könnte nach dem Brexit einen neuen Turbo einleigen. Ab 80.850 Euro.

2017 wird der neue F-Type von Jaguar eingeführt. Besonders schick: Die neue 400 Sport Edition mit 400 PS und einem 6-Zylinder-Kompressor. Der Verkauf könnte nach dem Brexit einen neuen Turbo einleigen. Ab 80.850 Euro.

Der Brexit könnte sich für die englische Autoindustrie auszahlen. Sollte Trump mit England eine Art Zollunion bilden – und danach sieht es aus-, hätte JaguarLandrover riesige Vorteile gegenüber den deutschen Autobauern. JaguarLandrover ist so etwas wie der „Rising Star“ der Autoindustrie. Im Jahre 2010 hatten die Engländer mit der indischen Mutter noch 45.000 Neuwagen in USA verkauft, in 2016 waren es 105.000, ein Zuwachs von 133 Prozent.

Der Brexit sichert JaguarLandrover mit seinem schwachen Pfund einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. „Kämen noch Zollnachteile für Teile der deutschen Autobauer hinzu würde das einen weiteren Schub für JaguarLandrover auslösen“, glaubt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Aufgehender Stern

Der britische Autohersteller hat im Vorjahr 583.000 Neuwagen weltweit verkauft. 20 Prozent davon oder knapp 118.000 Fahrzeuge gingen an Kunden in England. Dudenhöffer: „Nach dem Brexit dürfte das schnell auf Kosten von Audi, Daimler und Porsche nach oben gehen.“ Knapp 24 Prozent seiner Neuwagen hatte JaguarLandrover 2016 in Europa, ohne England, verkauft. Und im EU-Europa von morgen ist JaguarLandrover mit der Produktion bei Magna in Steyr vertreten. Ab 2018 rollen da Discovery und Jaguar i-Pace vom Band. „Die Engländer sind also hervorragend in der neuen Trump-Autowelt aufgestellt, deutlich besser als die deutschen Autobauer“, resümiert Dudenhöffer.

Auch Rolls Royce könnte profitieren. Die britische Nobelmarke erzielte im Vorjahr Rekordergebnisse in wichtigen Märkten USA, Japan und Großbritannien. Diese wären von einem EU-Austritt und möglicher Handelshemmnisse mit Ret-Europa nicht betroffen. Vielmehr könnte den Zollunion dem Hersteller einen neuen Nachfrageschub verleihen. Rolls-Royce hat das Jahr 2016 mit dem zweithöchsten Absatz in seiner 113-jährigen Geschichte abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von 6% gegenüber dem Jahr 2015. Da der günstigste Rolls Royce bei rund 230.000 Euro exklusive Steuern beginnt, dürfte die nicht ganz so preissenible Kundschaft weiterhin die noblen Modelle aus dem britischen Goodwood erwerben.

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