VW will Elektroautos mit neuer Plattform zum großen Durchbruch verhelfen

Der Volkswagen ID. Buggy

Grasgrün, offen, und in vielen Varianten möglich: Der ID. Buggy - der VW Käfer der Zukunft?

VW präsentiert mit dem ID. Buggy den „Käfer“ der Zukunft. Gebaut auf einer Plattform, die so flexibel ist, dass sie von Modellen für die Masse bis hin zu Kleinserien von mehreren Herstellern genutzt werden soll. Leistbare Elektroautos sollen damit Realität werden.

Wenn der VW-Konzern ein neues Konzept vorstellt, wird nicht gekleckert. Dem am Genfer Autosalon vorgestellte ID Buggy, ein Spaßmobil mit Elektroantrieb, sieht man es zwar nicht unbedingt an, aber VW verbindet mit dem neuen Modell große Pläne.

Der Buggy zeigt es vor: VW kann auf seiner neuen E-Autoplattform auch Kleinserien produzieren
Der "Beach-Buggy" wurde auf dem neuen modularen Baukasten von Volkswagen, der sogenannten MEB-Plattform gebaut. Mit dem Buggy soll die vielfältige Einsatzfähigkeit der Plattform für Elektrofahrzeuge von VW demonstriert werden. Hat also auch die Möglichkeit Kleinserien wie den Buggy zu produzieren. Bisher hat VW bereits vier E-Modelle auf der neuen Plattform vom Band rollen lassen: Einen Kompaktwagen (ID), einen Van (ID. Buzz), einen SUV (ID. Crozz) und eine Limousine (ID. Vizzion).

The Volkswagen Group celebrated the premieres of several new vehicles at their "Transition into Tomorrow" event. The highlight was the world premiere of the all-electric dune buggy, the Volkswagen ID. BUGGY.

Neue Elektroauto-Plattform zu höherem berufen
Die Plattform ist jedoch noch zu viel höherem berufen. Damit will sich der VW-Konzern bei der Produktion von Elektroautos in neue Dimensionen katapultieren und so auch bei Elektroautos zum Massenhersteller aufsteigen. Nicht nur Volkswagen, auch Audi, Seat und Skoda sollen den Baukasten für die Konstruktion von Modellen verwenden.


Der Wandel in der Elektromobilindustrie beginnt

Plattform könnte technische Basis für E-Mobilität werden
VW hat sich das Vorhaben etwas kosten lassen. Die Entwicklung einer solchen Plattform verschlingt Milliarden. Die Kosten könnten jedoch anders wieder hereinkommen. MEB besitzt laut VW das Potenzial, nicht nur für den Konzern, sondern auch für die Automobilhersteller weltweit zur neuen technischen Basis der E-Mobilität aufzusteigen. „Wir wollen die Plattform auch für Drittanbieter öffnen“, erklärt Ralf Brandstätter, COO der Marke Volkswagen und Volkswagen-Vorstand Herbert Diess ergänzt: „Dass wir Plattform-Profis sind, haben wir mit unserem modularen Querbaukasten bewiesen. Auf dieser Plattform basieren über 100 Millionen unserer Fahrzeuge." Durch den Skaleneffekt soll die Elektromobilität für viele Menschen so bezahlbarer und nutzbarer werden. Der Volkswagen Konzern hat in der ersten Phase die Produktion von rund 15 Millionen reine E-Fahrzeuge geplant. Bis 2025 sollen jährlich drei Millionen Elektroautos vom Band laufen. "Der Wandel in der Elektromobilindustrie beginnt", prognostiziert VW-Chef Diess. Man brauche dazu auch das nötige steuerliche Umfeld und Infrastruktur. Den Durchbruch für die Elektromobilität prognostiziert der oberste VW-Manager bereits für das Jahr 2020.


Wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger

Ein Professor als erster Kunde
Einen ersten Kunden hat VW bereits. Als weltweit erster externer Partner soll die Aachener e.GO Mobile AG den Elektrifizierungsbaukasten nutzen, um die Volkswagen-Modellpalette ergänzende E-Autos auf den Markt zu bringen. Ein konkretes Fahrzeugprojekt wird derzeit geplant. Professor Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG: „Wir können die Agilität von e.GO in der Produktentwicklung und beim Bau von Kleinserienfahrzeugen auf Basis von Alu-Profil-Rahmen einbringen. Wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger."

VW ID. Buggy

Die Plattform des ID-Buggy (siehe Bild 3) will VW auch anderen Herstellern anbieten.

Volkswagen ID. Buggy
Volkswagen ID. Buggy

Buggy: Nachfolger des Erfolgsmodells Käfer?
Der Buggy könnte an den Stränden Kaliforniens oder Italiens schon bald zum Liebling unter den Elektroautos werden. Zumindest die Geschichte der Spaß-Mobile mit Volkswagen Technik ist lang: Vom Käfer-Cabriolet, über Sonder- und Spezialkarosserien von Firmen wie Hebmüller und Rometsch bis zu komplett offenen Varianten wie dem Meyers-Manx Buggy gab es jahrzehntelang kreative und teilweise exklusive Sonderlösungen auf Käfer-Basis. Bis in die 80er-Jahre entstanden weltweit rund 250.000 individuelle Fahrzeuge in Kleinserien und Unikaten.

2019: Schlüsseljahr für E-Offensive des Konzerns
Für Volkswagen ist 2019 ein Schlüsseljahr der E-Offensive, die in den kommenden Jahren weiter beschleunigt werden soll. In Genf zeigt der Konzern zahlreiche E-Fahrzeuge und E-Studien, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen, wie den Audi e-tron GT, den Skoda Vision iV, den Seat Urban Car oder eben den ID. Buggy.

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