VW-Konzern steigt in Österreich ins Carsharing ein

VW-Konzern steigt in Österreich ins Carsharing ein

Der VW-Konzern steigt mit seiner Autovermietungsgesellschaft Eurocpar ins Carsharing-Business ein. Wie comm! By Europacar funktioniert, wer es nutzen kann und wo es bereits angeboten wird.

„comm!“, ist das neue Carsharing-Projekt von Europcar Österreich. Der größte Autovermieter Österreichs, ein Tochterunternehmen der zum VW-Konzern gehörenden Porsche Holding Salzburg, will seine gesamte Europcar-Flotte auch fürs Carsharing anbieten – vom Cabrio über Allrad, bis hin zu Transportern und Elektroautos. Insgesamt stellt Europcar österreichweit über 2.100 Fahrzeuge zur Verfügung.

Geschlossener Anwenderkreis Voraussetzung

Doch das Carsharing des VW-Konzerns ist nicht jedermann zugänglich. Angeboten soll comm! grundsätzlich Gemeinden, Unternehmen und Immobilienbauträgern. Sich als einen Zugang zu verschaffen, ist aber einfach. Voraussetzung für die neue Sharing-Lösung ist ein geschossener Kreis von Anwendernt. „Es reicht schon ein Fahrzeug, um an den Start gehen zu können und es kann einfach und unbürokratisch erweitert oder reduziert werden“, so Inés Kaufmann-Sackl, Geschäftsleiterin Europcar. Die Tarife sind variabel, die Autos können mit Firmenlogos gebrandet werden. Comm! wirbt damit, dass etwa für Unternehmen diese Variante billiger ist als ein eigener Fuhrpark.

Einfache Handhabung und Online-Buchung

Auf der comm! Webseite haben registrierte User Zugriff auf alle verfügbaren Fahrzeuge, die sich durch eine Kalender-Buchung reservieren lassen. Über diese Webseite können auch Informationen abgerufen werden, wie der Treibstoffstand oder die Ladekapazität des jeweiligen Modells. Eine persönliche Karte, die ein Mitarbeiterausweis sein kann, oder das Smartphone aktiviert das Fahrzeug kontaktlos, öffnet und startet es. Bauträgern sollen so weniger Garagenplätze bauen müssen, als sonst vorgeschrieben. Auch Gemeinden, die über solche Fahrzeuge verfügen, sollen so weniger Platz benötigen.

Umfangreiche Soft- und Hardware-Lösung für Carsharing-Projekte

Europcar bietet für sein Carsharing-Projekt für die Abwicklung ein komplettes Buchungs-, Abrechnungs-, Verwaltungs- und Informationssystem. „Der modulare Aufbau ermöglicht einen maßgeschneiderten Lösung für kommunale, private und gewerbliche Kunden“, so Kaufmann-Sackl.

Erste Carsharing-Gemeinden in Niederösterreich

Die Gemeinden Mödling, Perchtoldsdorf, Guntramsdorf, Brunn am Gebirge und Maria Enzersdorf starteten mit ECARREGIO eines der ersten Pilotprojekte von Europcar. In jeder der fünf Gemeinden stehen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge zur Verfügung. Die Fahrzeugabholung und –rückgabe findet an fixen, zentral gelegenen Standorten statt.

Vier Tarife stehen derzeit zur Auswahl

Registrierte User können aus vier Tarifmodellen auswählen, zwei davon sind speziell auf Familien ausgerichtet. Ecarregio ist ein Carsharing-Projekt bei dem nur Autos mit E-Antrieb verwendet werden. Europcar-Boss Kaufmann-Sackl : Die Gemeinden nutzen dieses Angebot für Dienstfahrten und sind ein Multiplikator für die Bürger, auch von anderen Gemeinden.“

Das Pilotprojekt wird von der Energie- und Umweltagentur NÖ Betriebs-GmbH betreut und vom Klima- und Energiefonds über die Schiene E-Mobilitätsmodellregion gefördert.

Ford Vorstandschef Jim Hackett

Wirtschaft

Ford-CEO Hackett stellt Europa-Geschäft auf den Prüfstand

VW Golf Produktion

Wirtschaft

Volkswagen baut um: Golf-Produktion in Wolfsburg gebündelt

Kommentar
Thomas Becker

Standpunkte

Warum die Autobranche an neuen Provisionssystemen feilt