Autos: Die innovativsten Modelle und Hersteller des Jahres 2015

Autos: Die innovativsten Modelle und Hersteller des Jahres 2015

Audi Q7: Der Effizienzassistent gilt als herausragende Innovation 2015. Das Navi wird genutzt, um den Fahrer vor Kurven, Ortschaften oder Tempolimitschildern frühzeitig darauf hinzuweisen. So kann der Fahrer das Tempo rechtzeitig verlangsamen.

Das jährliche Innovationsranking der größten Autohersteller des deutschen CAM-Instituts: Hersteller, Innovationen und Modelle, die im Jahr 2015 als herausragend gelten.

Der Anteil der deutschen Hersteller an den Innovationen der Branche ist von 40 Prozent in 2013 auf 32,6 Prozent gesunken, der niedrigste Wert seit dem Jahr 2008. Das ist das Ergebnis der Studie AutomotiveInnovations 2016, das die Innovationen von 20 globalen Automobilkonzernen und 63 Herstellermarken im 11. Jahr in Folge ausgewertet hat.

Dennoch verzeichneten die Forscher 2015 in der Autobranche bei Innovationen einen Rekord. So stellen 1.516 Innovationen ein neues Allzeithoch dar. Eine Innovation gilt dann als solche, wenn sich dadurch der Kundennutzen verbessert hat.

Audi Q7 und VW Passat Plug-in-Hybrid mit herausragenden Innovationen

An der Spitze des Innovationsranks steht der VW Konzern. Zu den 317 Innovationen hat vor allem Audi und Volkswagen beigetragen. Vergebene Punkteanzahl der CAM-Experten 282. Hoch bewertete Innovationen sind etwa der Prädiktive Effizienzassistenz im Audi Q7 oder der Plug-in Hybrid im VW Passat GTE.

Top-Innovation: Garagenparkassistent im 7er BMW

BMW verbessert sich mit 119 Punkten auf Rang 2 (Vorjahr 4) auch dank vieler Weltneuheiten der neuen BMW 7er Baureihe und dem darin erstmals verbauten Garageneinparkassistent.

Car2Car-Gefahrenwarner von Mercedes top

Daimler rutscht zwar einen Platz nach unten auf Rang 3 (111 Punkte), generiert jedoch weiterhin viele wegweisende Innovationen, u.a. die Car2Car-Kommunikation zur Gefahrenwarnung in der neuen E-Klasse.

VW ist mit Abstand der innovationsstärkste Autokonzern der Welt

VW-Konzern mit 56 Weltneuheiten

Von den 1.516 Welt-, Konzern- und Markenneuheiten konnten 179 als "Weltneue Innovationen" identifiziert werden. Davon entfallen auf Volkswagen (inkl. Audi) 56 Weltneuheiten, auf Daimler 23 und BMW 21 Weltneuheiten. Allerdings folgen Tesla und Tata (JLR) mit jeweils 18 bzw. 17 weltneuen Innovationen bereits knapp hinter den deutschen Herstellern. Die nachfolgenden Konzerne GM und Ford bringen es dagegen nur auf jeweils 7 Weltneuheiten.

Studienleiter Stefan Bratzel: "Die Branche ist von einer nie dagewesenen Innovationsdynamik geprägt, bei der die Neuerungen immer schneller auf Marken und Segmente diffundieren. Technologievorsprünge reduzieren sich immer mehr zu kurzen Momentaufnahmen."

Tesla erstmals in den Top-10

Zu den großen Gewinnern und Überraschungen des Jahres zählt der kalifornische Hersteller Tesla, der nach der hohen Platzierung im Vorjahr (Rang 14) erstmals in die Top-10 der innovationsstärksten Hersteller kommt. Der Elektrospezialist erreicht mit 42 Innovationen einen Wert von 81 Punkten, dank vieler hoch bewerteter Weltneuheiten. Damit hat Tesla deutlich vor Mazda und BMW auch die höchste Innovationsintensität, gemessen an der durchschnittlichen Stärke pro Innovation. Zu den hoch bewerteten Innovationen zählen etwa der Autopilot oder der Spurwechselassistent im Tesla S, die durch ein Over-the-Air Softwareupdate aktiviert werden können. Zu den weiteren Gewinnern im Ranking der innovationsstärksten Konzerne zählen in diesem Jahr General Motors und Hyundai. GM punktet vor allem mit Assistenzsystemen.

Hyundai punktet mit Wasserstoffauto und Plug-In-Hybriden

Hyundai hat mit alternativen Antrieben (ix35 Fuel Cell, Sonata Plug-In-Hybrid) auf sich aufmerksam machen kann, aber keine Weltneuheit hervorbringt.

Ford rutscht ab

Ford und Tata mit Jaguar Land Rover können ihre sehr guten Platzierungen des Vorjahres dagegen nicht halten: Ford rutscht ab auf Rang 6 (Vorjahr 3) und Tata auf Rang 7 (Vorjahr 5). Allerdings gehört Tata-JLR in den erlesenen Kreis von fünf Konzernen, die eine zweistellige Zahl von Weltneuheiten (17).

Peugeot und Citroen haben sich stark verbessert

Stark verbessert zeigt sich in diesem Jahr auch PSA, die sich auf Rang 8 (Vorjahr 10) vorschieben können, unter anderem dank äußerst energieeffizienter Antriebssysteme.

Toyota: Verlierer des Jahres

Zu den Verlierern und Absteigern zählt vor allem Toyota, die mit Rang 12 (Vorjahr 11) die schlechteste Platzierung seit Einführung des Innovationsranking im Jahr 2005 erreichen. Bis zum Jahr 2012 rangierte Toyota - mit einer Ausnahme (2008: Rang 8) - sogar immer in den Top-5 der innovationsstärksten Konzerne und generierte viele wegweisende Neuerungen. Mit einer aktuellen Indexstärke von nur 61 Punkten (62 Innovationen) kommt der weltweit absatzstärkste Automobilkonzern nur mehr noch auf die Hälfte des Wertes von BMW oder Daimler und landet hinter Tesla und Renault.

Fiat und Chrysler: Weiter verschlechtert

Weiter verschlechtert zeigt sich auch der nach Fahrzeugabsatz achtgrößte Automobilhersteller FiatChrysler (FCA), der auf Rang 15 (Vorjahr 12) abrutscht, die schlechteste Platzierung seit 2008. Geely-Volvo kann die bislang beste Platzierung des Vorjahrs (Rang 8) nicht halten und kommt nur noch auf Rang13. Renault (Rang 11) sowie Allianzpartner Nissan (14) können sich jeweils um zwei Plätze verbessern, bleiben jedoch im Vergleich zu den Wettbewerbern und den Innovationsleistungen der Vorjahre schwach. Die kleineren japanischen Hersteller Suzuki, Mitsubishi, Subaru sowie der chinesische Hersteller BAIC belegen die hintersten Plätze des Top-20 Innovationsranking.

Effizenzsteigerungsmaßnahmen stark rückläufig

Konventionelle Antriebsinnovationen, wie Effizienzverbesserungen von neuen Motoren, sind mit 17 Prozent (Vorjahr 21%) stark rückläufig und nur noch rund halb so hoch wie im Spitzenjahr 2010 als diese noch 32 Prozent aller Innovationen umfassten.

Alternative Antriebe bleiben Randthema

Alternative Antriebsinnovationen steigen zwar in absoluten Zahlen, ihr Anteil bleibt aber bei nur 6,5 Prozent.

Magere Ausbeute bei Elektro-Innovationen

Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich die Zahl von Innovationen bei reinen Elektrofahrzeugen von 13 auf 29, die Plug-In-Hybride-Neuerungen von 21 auf 34.

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