VW bringt Elektroauto mit 600 km Reichweite

VW-Konzernchef Herbert Diess bei der Präsentation des BUDD-e auf der Technologie-Messe CES im Jänner 2016.

VW-Markenchef Herbert Diess bei der Präsentation des BUDD-e auf der Technologie-Messe CES im Jänner 2016.

VW macht mit seiner Elektroauto-Offensive ernst. Im Oktober soll der auf der Automesse in Paris ein neues Konzeptauto mit bis zu 600 Kilometern Reichweite vorgestellt werden.

Der Volkswagen-Konzern ist im Umbruch. Nicht zuletzt wegen des Diesel-Skandals und der Tatsache, dass die an Verbrennungsmotoren gekoppelten Umweltauflagen immer schwerer zu erfüllen sind hatte Konzernchef Matthias Müller im Juni die neue Konzernstrategie 2025 vorgestellt. Der Plan ist, VW zu einem Vorreiter der nachhaltigen Mobilität zu formen, die Elektromobilität massiv auszubauen und in neue Mobilitätsdienstleistungen zu investieren.

Bis 2025 will der Volkswagen-Konzern über 30 neue Elektroauto-Modelle in den Handel bringen. 20 davon alleine bis zum Jahr 2020 in der Kernmarke VW:
Für die Pariser Automesse Mondial de l'Automobile, die am 1. Oktober eröffnet wird, hat der Konzern nun ein neues Konzeptauto angekündigt, dass den Weg in die Konzernzukunft demonstrieren soll. Das Modell soll eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern haben und außen in etwa so groß wie ein VW Golf, innen aber in etwa die Dimensionen eines VW Passat haben.

Möglich wird die neue Raumaufteilung dadurch, dass der Elektromotor wesentlich weniger Platz benötigt als ein Verbrennungsmotor und unter anderem auch kein Getriebe benötigt wird. Während VW-Markenchef Herbert Diess in einem Gespräch mit der "WirtschaftsWoche" einen Verkaufspreis in der Größenordnung aktueller, gut ausgestatteter Dieselmodelle in Aussicht stellt, werden die Betriebskosten deutlich unter denen konventionell angetriebener Autos liegen. In Österreich sind Elektroautos zudem von der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen.

Diess warnte im WirtschaftsWoche-Interview zudem davor, sich in der Batterietechnik von Herstellern in Asien abhängig zu machen. "Aus volkswirtschaftlicher Sicht könnte man überlegen, welche Konstellationen aus Zulieferern, Forschungsinstituten und anderen Partnern man bündeln kann, um diese Technologie für die deutsche und europäische Autoindustrie zu sichern", erklärte er.

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