VW-Chef Brandstätter: "Durchbruch der Elektromobilität"

Im Jahr 2020 hat die Marke VW um ein Viertel weniger Autos verkauft, aber die hohe Nachfrage nach Modellen mit E-Antrieb hat die Auslieferungen in diesem Bereich erheblich steigen lassen.

VW-Chef Brandstätter: "Durchbruch der Elektromobilität"

Der VW ID.4 ist bereits bestellbar. Der rein elektrisch betriebene Kompaktwagen soll Volkswagen seinem Ziel E-Automarktführer zu werden, ein Stück näher bringen.

Bei der Marke Volkswagen lag Licht und Schatten 2020 nahe beieinander. So wurden zwar bei einem Absatz von 5,3 Millionen Fahrzeuge um 15 Prozent weniger Autos verkauft als im Jahr davor, aber es gab, wie bei anderen Herstellern auch, eine hohe Nachfrage nach Modellen mit Elektroantrieb. Weltweit hat Volkswagen um fast 200 Prozent mehr reine Elektroautos verkauft als 2019. Die Zahl der verkauften rein batteriebetriebenen Fahrzeuge stieg damit auf 134.000 Stück. 78.000 Fahrzeuge wurden als Hybride verkauft. Insgesamt wurden so 158 Prozent mehr Autos mit Elektroantrieb abgesetzt als im Jahr davor.


2020 brachte Durchbruch bei Elektromobilität

Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen: „Das Jahr 2020 war für Volkswagen ein Wendepunkt und der Durchbruch bei der Elektromobilität.“ VW hat sich zum Ziel gesetzt Marktführer bei Fahrzeugen mit Batterieantrieb zu werden.

2020 hat Volkswagen um fast 200 Prozent mehr reine Elektroautos verkauft als im Jahr davor.

Neun Modelle mit E-Antrieb - ID.3 am beliebtesten
Im Vorjahr hatte Volkswagen neun Elektro- und Plug-In-Hybridmodelle auf den Markt gebracht. So bietet die Marke derzeit folgende Modelle an: Die vier Elektromodelle e-up!, den ID.3, den eGolf und seit Jahresanfang der ID.4. Dazu kommen vier Plug-In-Modelle: Der Golf GTE, der Passat GTE, der Passat GTE Variant und der Touareg eHybrid, ebenfalls ein Hybridmodell mit Steckdosen-Anschluss. Und es gibt mit dem Golf Variant einen Mild-Hybrid.

Der Anteil an BEV- (reinen Elektromodelle) und PHEV- (Hybrid) fahrzeugen kletterte dadurch in Europa auf 12,4 Prozent der gesamten Auslieferungen der Marke - nach 2,3 Prozent in 2019. Beliebtestes Modell dabei war der ID.3 mit verkauften 56.500 Einheiten - obwohl dieser erst ab September in die Märkte kam, gefolgt vom e-Golf mit circa 41.300 Einheiten und dem Passat GTE mit etwa 24.000 Autos. „Mit dem ID.3 haben wir einen Volltreffer gelandet. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres eingeführt, hat er fast aus dem Stand in vielen Ländern die Spitze der Verkaufscharts erreicht", so VW Vertriebschef Klaus Zellmer.

ID.3 in Schweden meistverkauftes Auto
So war der ID.3. in Finnland, Slowenien und Norwegen im Dezember jeweils der am häufigsten ausgelieferte BEV in den jeweiligen Märkten. In Schweden war der ID.3 im Dezember 2020 sogar in absoluten Zahlen das meistverkaufte Auto - unabhängig von der Antriebsart. In den Niederlanden und Deutschland schaffte die Marke Volkswagen im Gesamtjahr 2020 den Sprung auf Platz eins unter den vollelektrischen Fahrzeugen - mit einem Anteil in Deutschland von 23,8 Prozent am BEV-Markt und 23 Prozent in den Niederlanden. Die Zahlen für Österreich werden erst in nächste Woche bekannt gegeben.

Firmen rüsten bei E-Autos kräftig auf
Im deutschen Flottenmarkt spiegelte sich der Durchbruch der Elektromobilität ebenfalls wider. Dort erhöhte sich der Anteil von BEV und PHEV-Fahrzeugen bei den Auftragseingängen auf zusammen fast 22 Prozent - nach etwa 2 Prozent in 2018 und knapp 5 Prozent in 2019.

ID.4 und Plug-In-Hybride sollen 2021 E-Wachstumspfad fortsetzen
Nach dem ID.3 bringt Volkswagen mit dem ID.4, das nächste rein elektrische Modell der Marke sukzessive in die Märkte und ist damit das erste vollelektrische Weltauto der Marke. Vor allem da SUVs derzeit besondes nachgefragt sind, hofft man sich auch bei einem E-SUV eine hohe Nachfrage. So ist der Anteil der SUVs an den gesamten Auslieferungen bei Volkswagen im Vorjahr weltweit von 29,8 Prozent in 2019 auf 34,8 Prozent gestiegen. In diesem Jahr soll der Marktanteil von Fahrzeugen mit E-Antrieb weiter zulegen, so die Hoffnung der Konzernleitung. Einen Schub erwartet sich das Unternehmen von neuen Modellen mit reinem Elektroantrieb und von der 2020 begonnenen Hybrid-Offensive.

Marke VW gesamt: Größten Einbußen gab es in Westeuropa, die geringsten in China
Insgesamt musste auch die Marke VW, wie viele andere Konkurrenten, rückläufige Verkaufszahlen in vielfach zweistelliger Höhe hinnehmen. Die größten Einbußen, gemessen in Prozent, gab es in Westeuropa (-23,4 Prozent). Damit liegt Volkswagen fast gleich auf mit der Entwicklung des Gesamtmarktes in West-Europa. Dieser hat im Jahr 2020 mit einem dicken Minus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. Selbst in der Zeit der Welt-Finanzkrise (2009/2010) und der europäischen Schuldenkrise (2013) wurden in West-Europa mehr Neuwagen verkauft als im Corona-Jahr 2020. Kräftig bergab ging es bei VW auch in Südamerika. Dort sank der Absatz um 20,2 Prozent. In der Region Asien-Pazifik büßte VW 19,3 Prozent ein. Am wenigsten gingen die Auslieferungen in China, inklusive Hongkong, zurück (siehe Tabelle, u.) .

In fast allen Teilen der Erde verzeichnete VW hohe Absatzrückgänge.

Verkaufsstart für den elektrischen Kompakt-SUV ID.4 ab knapp 48.000 Euro
Einer der Hoffnungsträger für 2021 ist der VW ID.4, der nun Anfang 2021 an den Start. Das neue Elektroauto der Marke ist mit 77 kWh ausgestattet und soll laut dem Prüfmodus WLTP mit einer Stromladung rund 500 Kilometer schaffen. Das Modell wird mit einem 150-kW-Elektromotor (204 PS) und einer durchschnittlichen Nennleistung von 95 PS angeboten. Das Modell ist bereits bestellbar und ist ab 47.890 Euro erhältlich. Weitere Informationen zu dem Modell finden Sie hier.

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