VW-Absatz in den USA bricht ein

VW-Absatz in den USA bricht ein

2012 hatte der VW Jetta in den USA Weltpremiere. Der US-Hoffnungsträger von Volkswagen erweist sich nach dem Diesel-Debakel jedoch als Kundengift.

Der US-Neuwagenmarkt kommt in Fahrt, doch VWs bleiben Ladenhüter. Der Absatz bricht ein.

VW fährt in den USA weiter deutlich hinterher: Während sich der US-Absatz der Autobranche im Juni insgesamt stark präsentierte, litt der größte deutsche Hersteller unvermindert an den Folgen des Diesel-Skandals. Der Absatz brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 22 Prozent auf 23.809 Fahrzeuge ein, wie Volkswagen of America am Freitag mitteilte. Auch die Rivalen Toyota Motor (minus 5,6 Prozent auf 198.257 Fahrzeuge) und GM (minus 1,6 Prozent auf 255.210) mussten Einbußen hinnehmen. Da der Juni in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr hatte als im vergangenen, war der durchschnittliche Absatz pro Tag noch niedriger.

Daran können auch die großzügigen Entschädigungen für VW-Kunden in den USA etwas ändern. Der VW-Konzern hat für die Auszahlung geschädigter Kunden in den USA bereits Rückstellungen in Höhe von 16 Milliarden Euro gemacht.

Besser als VW schlug sich die Tochter Audi, die ihren Absatz um ein Prozent auf 18.445 Fahrzeuge steigerte. Auch Mercedes-Benz schlug 1,5 Prozent mehr Fahrzeuge los - insgesamt 28.473 Stück. BMW erlitt dagegen einen Absatzrückgang von fast zwölf Prozent. Die BMW-Gruppe, zu der auch der Mini gehört, verkaufte 33.769 Fahrzeuge. Aufwärts ging es bei Ford (plus 6,4 Prozent auf 240.109 Wagen) und Fiat Chrysler (plus sieben Prozent auf 197.073).


Die Forschungsgruppen J.D. Power und LMC Automotive waren davon ausgegangen, dass der US-Absatz im Juni insgesamt um fünf Prozent auf 1,55 Millionen Fahrzeuge steigen würde. Nach der Vorlage der Zahlen von zwölf Firmen lag der Gesamtanstieg allerdings zunächst bei zwei Prozent. Auch für das Gesamtjahr erwartet J.D. Power keinen neuen Rekord nach 17,47 Millionen verkauften Fahrzeugen 2015.

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