VW-Absatz trotz Dieselskanal auf Rekordhoch

VW-Absatz trotz Dieselskanal auf Rekordhoch

Der neue VW Tiguan zählte 2016 bisher zu den meistverkauften Modellen Österreichs.

Die Vertriebstochter des VW-Konzerns hat im Vorjahr den Absatz insgesamt deutlich gesteigert, wenn der Marktanteil in Österreich auch stagniert. Bei welchen zwei Marken es trotzdem gelang die Anteile zu steigern, welche Modelle 2016 am beliebtesten waren und auf welche Ausstattung die Österreicher immer weniger verzichten wollen.

Die Schummelei bei der Messung der Abgase am Prüfstand, das den ganzen VW-Konzern massiv unter Druck gebracht hat, konnte die Käufer weltweit offenbar nicht abschrecken. Der Wolfsburger Automobilkonzern verkaufte, laut vorläufigen Zahlen, 2016 um 7,8 Prozent mehr Neu- und Gebrauchtwagen als im Jahr davor. Rund 719.000 Auslieferungen entfallen auf Neuwagen (+7,2 Prozent) und 281.000 auf Gebrauchtwagen (+9,4 Prozent).

Der Vertrieb der Autos erfolgt von der Konzerntochter Porsche Holding Salzburg (PHS) aus. Die Salzburger vertreiben sämtliche Modelle der Marke und Gebrauchtwagen in 26 Ländern. Das betrifft sowohl den Groß- als auch den Einzelhandel. Außerhalb Europas ist die Holding auch in Südamerika, in China und seit September 2016 in Malaysia präsent, wo die Marktverantwortung für Volkswagen PKW übernommen wurde. Damit ist der Vertriebsriese erstmals auch im ASEAN-Raum vertreten.

Weltweit betreibt das Unternehmen 644 Händlerbetriebe, um 16 mehr als noch im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter ist um 2.400 auf 35.500 Mitarbeiter gestiegen.

Großhandel boomt

Der Großhandel, zu dem neben Autos, auch leichte Nutzfahrzeuge, Lkws und Busse gehören, stieg heuer voraussichtlich um 11,3 Prozent.

Osteuropa-Nachfrage mit teils zweistelligen Zuwächsen

Nach starken Einbrüchen in der Vergangenheit zieht der Handel des Konzerns in Osteuropa weiter an, wenn 2016 auch keine Marktanteile gewonnen werden konnten. In der Ukraine stieg das Marktwachstum von einem sehr niedrigen Niveau um rund 37 Prozent. Ungarn legte um 26 Prozent zu, Kroatien um 20 Prozent und Rumänien um 15 Prozent. Porsche Tschechien, hinter Österreich die volumenstärkste Importeursgesellschaft der PHS, wird in diesem Jahr die 50.000er-Neuwagengrenze überschreiten (+9 Prozent).

Österreich-Markt insgesamt besser als erwartet, VW-Absatz stagniert

Der österreichische Pkw-Markt wird 2016 voraussichtlich stärker wachsen als erwartet. Bis Jahresende dürften die Zulassungen auf rund 325.000 Neuzulassungen wachsen, was eine Steigerung von 5,3 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Der VW-Konzern konnte mit seinen Modellen den Marktanteil von 34,5 Prozent halten.

Audi und Seat konnten im Gegensatz zu VW und Skoda beim Marktanteil zulegen

Einzelnen Marken des VW-Konzerns gelang es das Absatzvolumen in Österreich zu steigern. Bis Ende November stieg das Verkaufsvolumen der Marke Volkswagen leicht. Der Marktanteil blieb jedoch unverändert bei 17,1 Prozent. Škoda konnte ebenfalls den Marktanteil nur halten und sichert sich erneut Rang 3. Audi legt jedoch sowohl beim Volumen als auch beim Marktanteil zu und rangiert auf Rang 6. Seat steigert sich ebenfalls zum Vorjahr und liegt auf Rang 9.

VW Golf, Skoda Ocativa, VW Tiguan und VW Polo unter den meistverkauften Modelle Österreichers

Sieben Modelle aus dem Volkswagen Konzern zählen zu den zehn meistverkauften Modellen Österreichs. Mit großem Abstand die Nummer 1 in der Modellwertung ist der VW Golf. Dahinter folgen der Škoda Octavia, der VW Tiguan und der VW Polo auf den Rängen 2 bis 4. Der Škoda Fabia folgt auf Rang 6. Der Seat Ibiza und der VW Bus belegen schließlich die Ränge 8 und 9.

Allrad weiter als Absatzrenner

Der Allradmarkt in Österreich legt weiter zu. Mit 23,7 Prozent Anteil am Gesamtmarkt entscheidet sich bereits jeder vierte Neuwagenkunde für ein Fahrzeug mit Allradantrieb. Die Allradmodelle aus dem Volkswagen Konzern tragen mit 36,8 Prozent einen überproportionalen Anteil am österreichischen Allradmarkt. Spitzenreiter in diesem Segment ist der VW Tiguan 4Motion, der im Jahr des Modellwechsels mit 4.035 Neuzulassungen per Ende November sein Volumen mehr als verdoppelte.

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