Volocopter lässt erste Lastendrohne steigen

Der Transport von Gütern mit Drohnen ist drauf und dran, die Logistikbranche auf den letzten Kilometern und für kurze schwer zugängliche Regionen zu revolutionieren. Der erste öffentliche Versuch vom Drohnenspezialist Volocopter und DB Schenker ist geglückt. Wann die neue Transportform bereits zum Einsatz kommen könnte.

Volocopter lässt erste Lastendrohne steigen

Volocopter will Lieferdrohnen gemeinsam mit dem Logistikriesen als Teil der Logistikkette etablieren.

Der deutsche Drohnenspezialist Volocopter nun erstmals bewiesen, dass eine elektronisch und autonom gesteuerte Schwerlast-Drohnen tatsächlich große Lasten sicher von A nach B transportieren können, wie das Unternehmen beim IST World Congress in einem Demonstrationsflug bewiesen hat. Partner und strategischer Investor der unbemannten Transportprofis ist der Logistikkonzern DB Schenker.

40 Kilometer Reichweite
Die VoloDrone stieg auf eine Höhe von 22 Meter, war drei Minuten in der Luft und hat eine Reichweite von 40 Kilometer. Für die Simulation der Lieferung wurde die elektrische Drohne mit einer Ladebox zwischen dem Fahrwerk ausgestattet und mit Waren in der Größe von Europaletten an eine Kiste gefüllt und gestartet. Danach brachte die Drohne die Nutzlast zu einem DB Schenker-Cargo-Bike. Nach erfolgreicher Umladung auf das Cargobike wurde die Fracht an den endgültigen Bestimmungsort auf einem Parkdeck abgestellt, was den Abschluss der vollständig elektrischen, multimodalen Lieferung auf der letzten Meile markierte.


VoloDronen machen Logistikprozesse robuster, effizienter und nachhaltiger

DB Schenker sieht in dem neuen Transportmittel für seine Güter eine wichtige Ergänzung seiner bisherigen Logistikkette. „Die VoloDrone wird bestehende Logistikprozesse robuster, effizienter und nachhaltiger machen“, glaubt Erik Wirsing, Vizepräsident von Global Innovation bei DB Schenker.

Bis zu 200 Kilo Transportgewicht möglich
Transportdrohnen sind damit weit über kleine Techspielzeug hinausgewachsen. So ist die VoloDrone fast zehn Meter breit und 2,10 Meter zehn hoch. Sie kann autonom bis zu 200 Kilo vollektronisch transportieren. Einsatzgebiete sind Transporte etwa vom Flughafen oder dem Zug in die jeweilige Innenstadt oder sie dienen dem Transport in schwer erreichbare Region oder diese werden Landwirtschaft, etwa für die Betreuung von Weinbergen in Steillage eingesetzt oder am Bau. Sind Drohnen doch auch mobile Kräne. Wenn in Dubai beispielsweise ein Arbeiter etwas am Boden vergisst, dieser sich aber in einem Wolkenkratzer in hunderten Meter Höhe befindet und etwas vergessen hat, kann eine Drohne nützlich Dienste leisten.

Eines der Haupteinsatzgebiete könnte davon die Zustellung in Innenstädten sein. „Dieselfahrzeuge werden immer öfter verboten“, nennt Wirsing einer der Gründe dafür. Zudem umgeht man mit dieser Art der Zustellung Staus und ist abgasfrei auch nachhaltiger.

Innenstadt-Zustellung: Drohnen sicherer als Hubschrauber
Ein weiterer Grund: Im Gegensatz zu Helikopter, die nur einen Rotor haben und ausfallen können, dürfen Drohnen auch in Innenstädten fliegen. Eine solche Schwerlastdrohne hat nämlich 18 Rotoren. „Sollte eine oder mehrere Rotoren bei einer Drohne ausfallen, fliegt diese immer noch. „Wir werden in den nächsten drei, vier Jahren erste Schwerlastdrohnen im Einsatz sehen. Die technologische Entwicklung von Drohnen für den Transport hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht“, prognostiziert Wirsing.

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