Abonnieren statt kaufen: Volkswagen startet Auto-Abo

Volkswagen startet ein Abo-Modell. Ab sofort kann das Elektroauto ID.3 bis zu einem Jahr abonniert werden. Wie das Abo-System funktioniert und zu welchen Konditionen es angeboten wird. Welche Anbieter bereits ein Auto im Abo ermöglichen.

Abonnieren statt kaufen: Volkswagen startet Auto-Abo

Volkswagen wagt eine neue Vertriebsschiene. Ab sofort ist das Elektroauto VW ID.3 im Abo erhältlich. Zunächst ist nur ein Testabo von einem Monat möglich. Wer das E-Auto weiter abonnieren will, kann das Abo bei der Porsche Bank für weitere drei, sechs oder zwölf Monate abschließen.

Was bezweckt VW mit der neuen Strategie?

Mit der neuen Strategie verfolgt VW drei Ziele. Thomas Herndl, Markenleiter VW PKW: „Das Testabo von Volkswagen und der Porsche Bank die ideale Möglichkeit, um Bedenken aus dem Weg zu räumen und sich von der Alltagstauglichkeit des ID.3 zu überzeugen.“ Mit dem Abo auf Elektroautos soll auch die E-Mobilität forciert werden. VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer will damit „den Wandel vom Fahrzeughersteller zum Mobilitätsanbieter vorantreiben.“

Wie sind die Konditionen für das Auto-Abo?

Das Testabo zum Preis von 399 Euro kann ab sofort bis Ende 2021 online gebucht werden. Der Preis ist inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer und einem Prozent Vertragsgebühr. Das Abo gilt 30 Tage. Pauschal inkludiert sind 1.500 Kilometer. Der Selbstbehalt beträgt pro Schadensfall bis zu 800 Euro. Das Angebot ist gültig bis 31. Dezember 2021.

Im Abo inkludiert sind Zulassung, Versicherung, Reifen, Vignette und Service. Während der Abozeit müssen die Fahrer nur für Stromkosten beim Laden aufkommen. Nach 30 Tagen endet die Testzeit automatisch und der ID.3 muss zurückgebracht werden. Dann kann jedoch das Abo verlängert werden. Zu welchen Konditionen steht aber noch nicht fest. Das derzeitige Testabo gibt es laut Porsche-Bank-Manager Michael Quehenberger zum Spezialpreis.

Der Weg zum Testabo

Wer ein Abo buchen will, kann den ID.3 online auf volkswagen.at zunächst für ein Monat im Testabo buchen und dazu einen VW Händler, bei dem man das Auto abholen möchte, auswählen. In weiterer Folge das Testabo abschicken und zum Händler der Wahl gehen, wo der autoabo-Vertrag bereits unterschriftsreif vorliegen soll. Das Angebot gilt natürlich nur so lange es der Vorrat reicht.


Diese Anbieter offerieren bereits Autos im Abo

Autohersteller wie Hyundai bieten Ihre Modelle auf der Autoabo-Onlineplattform ViveLaCar an. Mindestbehaltdauer ist drei Monate. Kündigungsfrist gibt es keine. Wie bei Sixt und VW gibt es eine Flatrate mit allen üblichen Kosten inklusive. Derzeit gibt es das Hyundai-Abo ohne der sonst üblichen Startgebühr in Höhe von 200 Euro. Der günstigste Hyundai ist der i30 ab 368,90 Euro im Monat. Den Hyundai Tuscon mit Allradantrieb gibt es um monatliche 530,90 Euro. Auch Modelle anderer Hersteller wie BMW, Mazda, Renault, Nissan oder Abarth sind auf VivelaCar erhältlich, doch Hyundai bewirbt das Auto-Abo auch auf seiner Homepage und verweist auf die Vertriebsschiene der Abo-Plattform.

Autoabo, Langzeitmiete oder Leasing? Was ist billiger?
Laut Angaben von ViveLaCar gibt es ein Auto ab 297 Euro im Monat, eine Langzeitmiete kostet demnach mindestens 1.250 Euro im Monat und Leasing für ein und das selbe Auto 349 Euro. Nähere Angaben zu diesem Vergleich werden allerdings nicht gemacht.

Der Autovermieter Sixt
Das günstigste Abo für ein Monat kostet 439 Euro, zuzüglich einer Startgebühr von 199 Euro. Dafür gibt es einen Opel Corsa. Für einen BMW X2 zahlt man 739 Euro und für einen Mercedes GLC 1.149 Euro. Firmenkunden zahlen bis zu zehn Prozent weniger. Weitere Infos dazu erhalten Sie unter sixt.at.

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