US-Präsident Obama: Entwicklung selbstfahrender Autos fördern

US-Präsident Barack Obama am Steuer.

Barack Obama: Als Präsident hatte er einen Fahrer, in Zukunft könnte sein Auto selbst fahren.

Selbstfahrende Autos sind keine allzu ferne Zukunftsvision mehr. US-Präsident Barack Obama hat nun die Unterstützung der Regierung für die Weiterentwicklung dieser Autos angekündigt. Bundesweit einheitliche Regeln sollen die Sicherheit gewährleisten.

Abstandshalter, Brems-Assistenten, Spurassistent, Einpark-Unterstützung - angesichts der heute bereits verfügbaren Technologie und der Experimente diverser Hersteller muss man kein Prophet sein, um behaupten zu können, dass serienreife Autos in wenigen Jahren völlig autonom fahren können.

Offen ist jedoch, wie diese Autos aussehen werden. Ob es tatsächlich Modelle geben wird, die wie die von Ford oder Google präsentierten Studien ohne Lenkräder und Pedale auskommen - was den gültigen Straßenverkehrsregeln widersprechen würde - oder ob die selbstfahrenden Autos doch näher an den heute bekannten Modellen liegen.

In einem Gastbeitrag für die "Pittsburgh Post-Gazette" hat US-Präsident Barack Obama nun anlässlich der in Pittsburgh im Oktober stattfindenden Innovationskonferenz die Unterstützung der US-Regierung bei der Weiterentwicklung der autonomen Fahrzeuge betont nationale Sicherheitsstandards für die selbstfahrenden Vehikel angekündigt.

Moderne Zeiten

"Die Zeiten haben sich geändert, seit ich in das Weiße Haus eingezogen bin", schreibt Obama. Im Jahr 2009 konnte er noch keine Fotos mit seinem Handy machen. Sechs Jahre später postete er selbst mit seinem Smartphone Fotos von einem Aufenthalt in Alaska. Noch einschneidender befindet Obama aber die Entwicklung am Automobilsektor. "In den siebeneinhalb Jahren meiner Amtszeit wurden selbstfahrende Autos von einer Science-Fiction-Phantasie zu einer Realität mit dem Potenzial, die Art wie wir leben zu verändern", schreibt er.

35.200 US-Amerikaner sind im vergangenen Jahr bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen, und in 94 Prozent aller Fälle war menschliches Fehlverhalten zumindest mit verantwortlich. Obama räumt daher automatisierten Autos das Potenzial ein, jährlich zehntausende Menschenleben retten zu können. Darüber hinaus könnten diese Autos auch jenen, die selbst nicht fahren können, zur Mobilität verhelfen.

Fehlerfreie Maschinen

Damit die neue Technologie auch in geordnete Bahnen gelenkt und die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin gewährleistet ist arbeitet das Weiße Haus eine 15 Punkte umfassende Checkliste für selbstfahrende Autos aus, die alle Hersteller unterzeichnen sollen. In gewisser Weise soll es damit auch zu einer Regulierung kommen. "Wir dürfen keine Fehler machen. Wenn ein selbstfahrendes Auto nicht sicher ist, dann werden wir im Sinne der öffentlichen Sicherheit die Genehmigung dafür entziehen", hält Obama fest.

Gleichzeitig signalisiert der US-Präsident, ein fortschrittlicher Partner der Industrie sein zu wollen. Die neue Technologie hat das Potenzial, neue Arbeitsplätze zu schaffen, selbst wenn an anderer Stelle Jobs verloren gehen. "Wir sind entschlossen, die Unternehmen zu unterstützen, diese Technologie vom Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken." Die in den letzten Jahren bei der Entwicklung selbstfahrender Autos erzielten Fortschritte demonstrieren, wozu die Wissenschaftler, Techniker und Unternehmen mit der Unterstützung von privaten und öffentlichen Investitionen fähig sind. Obama: "Jetzt liegt es an uns, weiter in eine bessere Zukunft für alle zu fahren.


Service

Lesen Sie hier den von US-Präsident Barack Obama in der Pittsburgh Post-Gazette: "Self-driving, yes, but also safe"

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