6 Tipps gegen Reiseübelkeit

Die Osterferien stehen vor der Tür und damit für viele auch lange Autofahrten. Wer sich und seinen Kindern - aber auch von Hunden bis zu Goldfischen - Übelkeit beim Autofahren ersparen will, sollte sich an folgende Tipps halten.

6 Tipps gegen Reiseübelkeit

Nicht nur Kindern, auch Erwachsenen, kann beim Autofahren schlecht werden.

„Mir ist schlecht“. Diesen gefürchteten Satz werden im bevorstehenden Osterreiseverkehr auch dieses Jahr wieder zahlreiche Eltern zu hören bekommen, die mit dem Auto auf große Fahrt gehen. Gerade im Stop-and-go-Verkehr und auf kurvenreichen Straßen leiden Insassen häufig unter Reiseübelkeit: Zwei Drittel aller Menschen war im Auto irgendwann schon mal schlecht, rund ein Drittel hat schon mal an Übelkeitssymptomen gelitten.

Kinder und Jugendliche sind am schlimmsten betroffen, vor allem, wenn sie während der Fahrt Filme anschauen oder mit Videospielen beschäftigt sind. Doch auch Erwachsene sind von der Reisekrankheit nicht gefeit. Eine von Ford in Auftrag gegebene Studie zeigte, dass selbst Erwachsenen, die unterwegs auf Bildschirme starrten, nach durchschnittlich nur zehn Minuten übel wurde.

Bei Tests wurde festgestellt, die Symptome reduziert werden können, wenn die Bildschirme im Innenraum des Fahrzeugs höher montiert werden, sodass die vorausliegende Straße gut gesehen werden kann. Nun werden Wege erforscht, wie der Fahrtverlauf von Passagieren besser eingesehen werden kann, damit sich die Sinne besser auf kurvenreiche Straßen oder holprige Pisten einstellen.

Die ersten Anzeichen - sogar Goldfische betroffen

Die Ursache für die Übelkeit sind Fehlanpassungen im Gehirn, das Signale des Gleichgewichtssinns nicht korrekt mit denen des Auges in Einklang bringt. Babys bleiben davon verschont. Die Anfälligkeit für Reiseübelkeit im Auto erwächst erst mit dem Moment, in dem Kleinkinder anfangen zu laufen. Auch Haustiere sind betroffen. Sogar Goldfische können theoretisch unter Reiseübelkeit leiden, einem Phänomen, das in der Schifffahrt als Seekrankheit bekannt ist. Erste Warnzeichen für Reiseübelkeit im Auto sind Gähnen und Schwitzen.

„Reiseübelkeit ist ein komplexes Problem. Es handelt sich um eine natürliche Reaktion auf einen unnatürlichen Reiz. Heilung als solche ist nicht möglich. Aber wir können immerhin versuchen, die Symptome zu lindern“, sagte Professor Jelte Bos, von der niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung.

„Viele Fahrer denken, dass ihr Kind ein Problem mit Reiseübelkeit hätte – aber vielleicht hat das Kind einfach nur ein Problem mit ihrem Fahrstil“, gab Bos weiterhin zu bedenken. Bos hat an der Universität von Amsterdam bereits an eine App entwickelt, die zeigt, ob und wann das Fahrverhalten Passagiere am meisten beeinträchtigt. Sein Fazit: „Ein ruhiger und vorausschauender Fahrstil verringert das Risiko für Übelkeit erheblich und man reduziert dabei die Kraftstoffkosten“.

Empfehlungen zur Reduzierung von Reiseübelkeit:

  1. Passagiere sollten eher in der Mitte der Rücksitzbank oder vorzugsweise vorne im Auto sitzen, um die vorausliegende Straße besser sehen zu können.
  2. Fahren Sie vorausschauend, vermeiden Sie plötzliches Bremsen, starke Beschleunigung und Schlaglöcher.
  3. Lenken Sie ihre Passagiere ab, manchmal hilft schon gemeinsames Singen.
  4. Passagiere dürfen Cola trinken, Semmeln essen, aber Kaffee sollte vermieden werden.
  5. Kopfstützen sollten korrekt eingestellt sein, um den Kopf so gut wie möglich in einer angenehmen Position zu halten.
  6. Betätigen Sie die Klimaanlage oder öffnen Sie zwischendurch mal das Seitenfenster für frische Luft.
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