Thomas Cook nimmt Lauda-Flüge wieder aus dem Programm

Thomas Cook nimmt Lauda-Flüge wieder aus dem Programm

Ärger für Niki Lauda und seine neue Airline Laudamotion

Der neuen Airline Laudamotion weht einige Skepsis entgegen. Nun zieht der Reiseveranstalter Thomas Cook vorsorglich die Reißleine.

Nach dem Einstieg von Ryanair bei Niki Laudas neuer Fluglinie Laudamotion macht der Reiseveranstalter Thomas Cook (Neckermann Reisen) laut einem deutschen Medienbericht einen teilweisen Rückzieher bei der geplanten Zusammenarbeit. Angeblich wegen der Fusion mit Ryanair.

Flüge von Laudamotion nicht mehr buchbar

Flüge mit Laudamotion-Flugnummern über die Veranstalter des Konzerns seien nicht mehr buchbar, berichtete das deutsche Touristik-Fachmedium "fvw" am Mittwoch auf seiner Internetseite. Stattdessen würden Veranstalter-Kunden bereits auf den konzerneigenen Ferienflieger Condor umgebucht. Bei Thomas Cook war zunächst keine Bestätigung dafür zu erhalten.

Laudamotion ist die Nachfolge-Airline der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki. Thomas Cook habe dem österreichischen Ex-Rennfahrer und Luftfahrtunternehmer Niki Lauda beim Neustart geholfen, indem Condor die Vermarktung großer Flugkontingente im Umfang von etwa acht Flugzeugen für Laudamotion übernahm.

Der Verkauf von Laudamotion-Flügen über Condor soll nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von der Entscheidung aber zunächst nicht betroffen sein. Ein wichtiger Abnehmer dieser Tickets sollten aber eigentlich die konzerneigenen Veranstalter sein.

Zweifel ob Niki genug Personal kriegt

"fvw" zufolge handelt es sich bei der Entscheidung um eine Vorsichtsmaßnahme. Thomas Cook befürchte, dass Laudamotion ihre Flugzeuge nicht wie angekündigt mit ausreichend vielen Crews wird ausstatten könne und es daher zu Flugstreichungen kommen könnte.

Lauda hatte die einst von ihm gegründete Niki im Jänner aus der Insolvenzmasse zurückgekauft und unter dem Namen Laudamotion neu an den Start gebracht. Wenige Wochen später gewann er Europas größten Billigflieger Ryanair als Investor. Die Iren haben knapp ein Viertel der Anteile erworben und wollen absehbar 75 Prozent an Laudamotion übernehmen.

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